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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Entwicklung eines Rahmen-OP-Plans zur Prozess-Optimierung einer HNO-Klinik

Meeting Abstract

  • corresponding author Marc H. Unkelbach - Uniklinik Würzburg, Würzburg
  • Andreas Radeloff - HNO Universität, Würzburg
  • Erkko Böhm - Universität, Würzburg
  • Robert Mlynski - HNO Universität, Würzburg
  • Rudolf Hagen - HNO Universität, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod019

DOI: 10.3205/09hnod019, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod0190

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Unkelbach et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Operationsabteilung hat eine zentrale Stellung im Fallmanagement auch in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Zur besseren Steuerbarkeit der Auslastung und zum Erreichen von Budget-Zielen unter DRG Bedingungen ist es günstig, wenn die operativen Eingriffe unter den Maßgaben der Möglichkeiten einer Klinik prospektiv geplant werden.

Methoden: Wir führten eine retrospektive Analyse der von uns in den letzten Jahren erbrachten Eingriffe durch mit dem Ziel, sogenannte OP-Slots nach verschiedenen ähnlich aufwändigen und ertragreichen Operationen einzurichten. Dabei wurde besonders auf die Planbarkeit verschiedener Operationen unter Bildung von etwa 40 OP-Kategorien geachtet, die sich sowohl hinsichtlich der Aufwändigkeit und Belegungsdauer ähneln als auch unter Berücksichtigung der DRG Erlöse. Die verschiedenen Analysen wurden mit Excel-Daten aus dem klinikeigenen Krankenhausinformationssystem (KIS) durchgeführt und mit Hilfe von Simulationen auf Praxistauglichkeit getestet.

Ergebnisse: Nach Analyse von über 7500 Operationen und Korrelation mit den erbrachten DRGs konnten wir einen Rahmen-OP-Plan (ROP) entwickeln, der auch Besonderheiten wie Notfälle und Tumoreingriffe abbildet. Der ROP ermöglicht eine langfristige Einschätzung von Aufenthaltsdauern und Stationsbelegungen unter Budgetbedingungen. Er soll dabei auch zu einer deutlich effizienteren Personalplanung beitragen.

Schlussfolgerungen: Über die Einbeziehung der Stationsbelegung soll ein so erstellter und ständig anpassbarer Rahmen-OP-Plan zu einer homogenen Auslastung der gesamten Klinik und damit auch zu einer Effizienzsteigerung führen. Ein solcher spezieller OP-Plan ist leicht an andere Kliniken und Fachgebiete anzupassen.