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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Die elektronische Patientenakte der HNO-Universitätsklinik Ulm – eine Alternative zur papiergebundenen Patientenakte

Meeting Abstract

  • corresponding author Hanspeter Kirsche - Universität Ulm, HNO, Ulm
  • Konrad Kastl - Universität Ulm, HNO, Ulm
  • Siegfried Tewes - Universität Ulm, HNO EDV, Ulm
  • Nicole Rotter - Universität Ulm, HNO, Ulm
  • Gerhard Rettinger - Universität Ulm, HNO, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod012

DOI: 10.3205/09hnod012, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod0125

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Kirsche et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ziel war die Entwicklung und Etablierung einer elektronischen Patientenakte (ePA) zur Ablösung der papiergebunden Patientenakte, welche neben einfacher Bedienbarkeit und maximaler Effizienz unter Ausnutzung entstehender Synergieeffekte durch Integrierung elektronischer Datenquellen aller Art eine Optimierung und Verwaltung innerklinischer Arbeitsabläufe ermöglichen soll.

Methoden: Basierend auf einer MySQL-Datenbank wurde ein Hauptprogramm mittels der Programmiersprache Delphi programmiert, welches Daten bidirektional per BAPI-/RFC- und HL-7-Schnittstelle austauscht. Die initiale Entwicklungsphase (8 Monate) beinhaltete eine enge Interaktion zwischen Softwareentwicklern und klinischen (überwiegend ärztlichen) Anwendern.

Ergebnisse: Stammdaten werden automatisch aus ISH*med importiert und eine fallübergreifende ePA angelegt, in die initial in Papierform vorliegende Dokumente eingescannt werden. Innerhalb der Akte können schnittstellengebunden interne und externe Dokumente (u. a. Arztbriefe, OP-Berichte, Aufklärungen), Daten der Audiometrie und Sonographie sowie sämtliche Labordaten und Befundberichte diagnostischer Funktionsbereiche (Röntgen etc.) eingesehen werden. Das Programm unterstützt klinikinterne Behandlungspfade, OP- und Dienstplanung und besitzt eine hohe Ausfallsicherheit.

Schlussfolgerung: Die ePA wird in der HNO-Universitätsklinik Ulm als alleiniges Werkzeug für Aktenführung und klinikinterne Organisation eingesetzt. Sie optimiert innerklinische Abläufe durch ständige Verfügbarkeit von jedem Rechner der Klinik aus und führt zu einer zeitoptimierten Ablaufplanung. Sie ermöglicht dem ärztlichen Kollegen ein schnelles Überblicken komplexer Behandlungssituationen und trägt damit zu einer optimierten Patientenbehandlung bei.