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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Anaphylaxie nach Ersteinnahme einer Gräserimpftablette

Meeting Abstract

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  • corresponding author Markus Bücheler - Abt. für HNO-Heilkunde, Evangelische Kliniken Bonn, Bonn
  • Yasmin Stein - Abt. für HNO-Heilkunde, Bonn

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod004

DOI: 10.3205/09hnod004, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod0041

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Bücheler et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Hyposensibilisierung durch eine Gräsertablette ist ein relativ neues Therapieverfahren. Bei den bisher über 12000 erfolgten Behandlungen wurden Lokalreaktionen wie Juckreiz in Mund und Ohren, Niesen oder leichte Schwellungen der Mundschleimhaut, aber keine schweren allergischen Reaktionen registriert.

Patient und Verlauf: Wir berichten über den Fall eines 26-jährigen Krankenpflegeschülers bei dem sich nach Ersteinnahme einer Gräsertablette eine anaphylaktische Reaktion Grad 2 ausbildete, die eine stationäre Behandlung und die Überwachung auf der Intermediate Care Station erforderlich machte.

Schlussfolgerungen: Als wesentliche Ursache für den Schweregrad der anaphylaktischen Reaktion ist der verspätete Behandlungsbeginn anzusehen. Der Patient hatte trotz erfolgter Aufklärung die erste Tablette ohne ärztliche Aufsicht eingenommen. Der hinzugerufene Notarzt veranlasste lediglich den Transport in unsere Klinik ohne eine antiallergische Notfalltherapie zu beginnen. Dieser Fall unterstreicht die Notwendigkeit, dass die erste Einnahme einer Gräserimpftablette unter ärztlicher Kontrolle erfolgen muss. Darüber hinaus ist die Kommunikation mit Notärzten und Rettungsdiensten hinsichtlich neuer allergologischer Therapieverfahren zu verbessern.