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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Differenzierung primärer Neoplasien der Gl. parotidea mittels diffusionsgewichteter echoplanarer MRT

Meeting Abstract

  • corresponding author Fabian Reitmeier - Universitäts-HNO-Klinik HH Eppendorf, Hamburg
  • Michael Jaehne - HNO, UKE, Hamburg
  • Christiane Arndt - Radiologie, UKE, Hamburg
  • Miriam C Cramer - Radiologie, UKE, Hamburg
  • Christian R Habermann - Radiologie, UKE, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod658

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod658.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Reitmeier et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Evaluation der Wertigkeit der diffusionsgewichteten echoplanaren MRT (DW-MRT) in der Differenzierung primärer tumoröser Erkrankungen der Glandula parotidea.

Material & Methodik: In dieser prospektiven Arbeit wurden 109 Patienten mit sonographisch nachgewiesener Raumforderung der Gl. parotis mittels DW-MRT im 1,5 Tesla System untersucht. Die Bildanalyse wurde durch 2 erfahrene Radiologen unabhängig voneinander durchgeführt. Die Auswertung der ADC (apparent diffusion coefficient) Werte erfolgte mit der Software MRIcro 1.4 unter Berücksichtigung des gesamten Tumors. Zur statistischen Evaluation wurde ein Student-t Test mit Bonferroni Korrektur durchgeführt. Zur Bewertung der Interobserverkorrelation wurde die Intraclass-Korrelation berechnet.

Ergebnisse: Bei 96 Patienten konnte ein primärer Tumor der Gl. parotis histologisch nachgewiesen werden. Die Interobserverkorrelation betrug 0,98. Basierend auf den ermittelten ADC Werte für pleomorphen Adenome (n=33) konnten bis auf das myoepitheliale Adenom (n=3; p=0,54) sämtliche anderen Entitäten differenziert werden (p<0,001). Warthin Tumore zeigten signifikant differente ADC Werte im Vgl. zu myoepithelialen Adenomen (p<0,001), Lipomen (n=3, p=0,013) und Speichelgangkarzinomen (n=5, p=0,037). Mukoepidermoidkarzinome (n=9, p=0,094), Basaszelladenokarzinome (n=5, p=0,604) und Azinuszellkarzinome (n=7, p=0,396) konnten basierend auf den ADC Werten nicht von Warthin Tumoren differenziert werden.

Schlussfolgerungen: Mittels DW-MRT ist es möglich unterschiedliche Entitäten primärer Tumore der Glandula parotidea zu differenzieren. Aufgrund der Überschneidung zwischen benignen und malignen Tumoren sollte diese Technik jedoch nur additiv zur präoperativen Diagnosestellung eingesetzt werden.