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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Vergleich neurologischer Parameter im natürlichen Schlaf sowie während der Schlafendoskopie in i.v.-Propofolsedierung im Rahmen der Primärdiagnostik bei Schnarchern und Schlafapnoikern

Meeting Abstract

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  • corresponding author Nicola Mahl - Prosper-Hospital Recklinghausen, Recklinghausen
  • Nikolaos Mandrakas - Prosper-Hospital Recklinghausen, Recklinghausen
  • Ralf Siegert - Prosper-Hospital Recklinghausen, Recklinghausen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod630

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod630.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Mahl et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Seit etwa 15 Jahren hat sich die Schlafendoskopie in i.v.-Propofolsedierung zunehmend als Verfahren zur Topodiagnostik der schnarchrelevanten Engstellen etabliert. Allerdings existieren bis heute keine Studien, die zeigen, inwieweit die Propofolsedierung dem natürlichen Schlaf vergleichbar ist.

Methode: In einer über 3 Monate prospektiv angelegten Studie werden die neurologischen Parameter von Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) im natürlichen Schlaf und in Propofolsedierung verglichen. Hierzu werden standardisiert nach Rechtschaffen & Kales nachfolgende Parameter abgeleitet: EEG [C1A4; C2A3], EOG (links/rechts), EMG [submental].

Ergebnisse: Bis zum 15.10.2007 wurden 8 Patienten (7 Männer; 1 Frau) in die Studie eingeschlossen (BMI: 33,0 kg/m²; AHI: 25,7/h). Bei allen Patienten konnte während der Propofolsedierung Thetaaktivität (4–7 Hz) mit charakteristischen Schlafspindeln nachgewiesen werden. Außerdem zeigten 25% der Patienten Vertexwellen und sogar 37,5% typische K-Komplexe.

Schlussfolgerung: Die bisherigen Ergebnisse weisen daraufhin, dass Patienten während einer Schlafendoskopie in einen schlafähnlichen, am ehesten dem Leichtschlaf (NREM 1/2) vergleichbaren Zustand gelangen.