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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Einfluss der Nasentamponade auf die Veränderung des Apnoe-Hypopnoe Index (AHI) nach operativen Eingriffen in Narkose bei Patienten mit obstruktivem Schlaf – Apnoe Syndrom (OSAS)

Meeting Abstract

  • corresponding author Alexander Loch - Charité - Hals-Nasen-Ohrenklinik, Berlin, Deutschland
  • Joachim Hillebrandt - Charité - Anästhesie und Intensivmedizin, Berlin
  • Jürgen Birnbaum - Charité - Anästhesie und Intensivmedizin, Berlin
  • Masen Jumah - Charité - Hals-Nasen-Ohrenklinik, Berlin
  • Ingo Fietze - Charité - Interdisziplinäres Schlafmedizinisches Zentrum, Berlin
  • Matthias Hölzl - Charité - Hals-Nasen-Ohrenklinik, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod628

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod628.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Loch et al.
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Gliederung

Text

In Bezug auf das perioperative Risikomanagement bei Patienten mit OSAS wird die Überwachungspflicht in der ersten postoperativen Nacht kontrovers diskutiert. Im Rahmen der hier vorgestellten Studie soll untersucht werden inwieweit Operationen mit und ohne Nasentamponade (NT) Einfluss auf den Apnoe-Hypopnoe Index (AHI) nehmen.

In einer dreiarmigen Studie wurde bei OSAS Patienten jeweils prä- und postoperativ eine Polysomnografie durchgeführt. Unterschieden wurden hier Patienten die im HNO-Bereich mit und ohne postoperative NT operiert wurden sowie Patienten die nicht im HNO-Bereich operiert wurden.

Bei Patienten die im HNO-Bereich operiert wurden (n=19) kam es in der postoperativen Nacht zu einem signifikanten Anstieg des AHI (p=0,02). Bei Patienten die außerhalb des HNO-Gebietes operiert wurden (n=7) kam es zu keiner signifikanten Änderung des AHI (p=0,07). Von den 19 HNO Patienten erhielten 11 postoperativ eine NT, der AHI stieg hier deutlich signifikant (p=0,01) bei den übrigen 8 HNO-Patienten zeigte sich keine Signifikante Änderung (p=0,08). Im direkten Vergleich aller Patienten mit (n=11) und ohne (n=15) NT zeigt sich in der Differenz der postoperativen zur praeoperativen Nacht ebenfalls ein deutliche signifikanter Anstieg (p=0,01) des AHI bei den Patienten mit Nasentamponade.

Nach der Auswertung der bisherigen Daten zeigt sich damit, dass die Tamponierung der Nase einen Risikofaktor darstellt der zu einem Anstieg des AHI führt. Um eine kritische und angemessene Indikationsstellung für eine postoperative Überwachung zu ermöglichen, sollten noch weitere Faktoren zur Erstellung eines Algorithmus unter Berücksichtigung von Schweregrad des OSAS und kardiovaskulären Risikofaktoren ermittelt werden.