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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Elektronenmikroskopische Untersuchungen zur chronischen Rhinosinusitis ohne Polypenbildung

Meeting Abstract

  • corresponding author Alexander Thiele - HNO-Klinik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/Saale
  • Hans-Jürgen Holzhausen - Institut für Pathologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle/Saale
  • Andreas Riederer - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Stephan Knipping - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, MLU Halle/Saale, Halle/Saale

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod593

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod593.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Thiele et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Die Therapie der chronischen Rhinosinusitis ohne Polyposis gestaltet sich auf Grund von rezidivierenden narbigen Stenosierungen der ostiomeatalen Bereiche und des Umbaus der Schleimhaut oft schwierig. In der vorliegenden Studie wurde Nasenschleimhaut betroffener Patienten auf ultrastruktureller Ebene untersucht.

Methode: Von 21 Patienten beiderlei Geschlechts wurden im Rahmen von Revisions-Pansinus-Operationen in der HNO-Klinik der Martin-Luther-Universität Halle/Saale Nasenschleimhautproben gewonnen und elektronenmikroskopisch untersucht. Alle Patienten litten unter einer rezidivierenden chronischen Rhinosinusitis ohne Polyposis, die auf eine konservative Behandlung therapierefraktär verlief.

Ergebnisse: Das chronisch veränderte Epithel ist durch den Verlust von Zilien und vermehrtem Mikrovillibesatz gekennzeichnet. In der Lamina propria kommt es zur verstärkten Kollageneinlagerung sowie einem gehäuftem Vorkommen von Fibrozyten, Fibroblasten und Myofibroblasten. Die Gefäßwände weisen Basalmembranduplikaturen und aktivierte Endothelzellen auf. Die Perizyten zeigten Schichtungsphänomene. In den Drüsen wurden metaplastischen Veränderungen vorgefunden.

Schlussfolgerungen: Das Remodeling der Schleimhaut von Patienten mit chronischer nicht-polypöser Rhinosinusitis ist durch eine ausgeprägte Fibrosierung durch Proliferation von Fibroblasten, Myofibroblasten und Fibrozyten gekennzeichnet. Es kommt zur vermehrten Einlagerung von Kollagenen und Gefäßveränderungen. Da abgelaufene Remodelingprozesse medikamentös nicht rückgängig gemacht werden können, ist möglicherweise eine im Krankheitsprozess frühzeitig begonnene Glukokortikoidtherapie therapeutisch als entscheidend anzusehen.