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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Ergebnisse zytologischer und mikrobiologischer Abstriche der Nase vor und nach lokaler Applikation von Botulinumtoxin A

Meeting Abstract

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  • corresponding author Katharina Junghans - HNO-Universitätsklinik Göttingen, Göttingen
  • Peter Middel - Abteilung Pathologie, Universität, Göttingen
  • Helmut Eiffert - Abteilung Medizinische Mikrobiologie, Universität, Göttingen
  • Rainer Laskawi - HNO-Universitätsklinik, Göttingen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod577

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod577.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Junghans et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die lokale Anwendung von Botulinumtoxin A an der Nasenschleimhaut stellt eine mögliche Therapieoption bei der idiopathischen Rhinitis dar.

Methoden: Bei Patienten o.g. Diagnose wurden jeweils vor und nach lokaler Behandlung der Nasenschleimhaut mit Botulinumtoxin A (40 Einheiten Botox®/Nasenseite) (im Rahmen einer doppelblinden, placebokontrollierten, klinischen Studie) mikrobiologische und zytologische Abstriche der Nasenschleimhaut gewonnen und hinsichtlich der vorkommenden Zellpopulationen sowie der vorhandenen Keime untersucht.

Ausgewertet wurden 32 zytologische Abstriche von insgesamt 9 Patienten sowie 27 mikrobiologische Abstriche von insgesamt 8 Patienten.

Ergebnisse: In den zytologischen Abstrichen kamen vor allem regelhafte Epithelien (75,0%), Plattenepithelien (59,4%), Zylinderepithelien (62,5%), Metaplasien (34,4%) und neutrophile Granulozyten (37,5%) vor. Das Auftreten von Eosinophilen, Histiozyten, Lymphozyten, Becherzellen und Makrophagen lag zwischen 3,1% und 12,5%. Vor und nach Behandlung fanden sich Differenzen von mehr als 15% bei Zylinderepithelien, bei neutrophilen und eosinophilen Granulozyten.

In den mikrobiologischen Abstrichen kamen vor allem Corynebacterium species (39,3%), Staphylococcus epidermidis (28,6%), Staphylococcus aureus (14,3%), Serratia species (10,7%) und keine Keimanzucht (10,7%) vor. Das Auftreten von anderen Keimen lag zwischen 3,6% und 7,1%. Vor und nach Behandlung fanden sich Differenzen von mehr als 15% bei Staphylococcus epidermidis.

Schlussfolgerung: Die Anwendung von Botulinumtoxin A an der Nasenschleimhaut scheint eine sichere Therapieoption zu sein; ausgeprägte Veränderungen der Zytologie oder Mikrobiologie der nasalen Schleimhaut wurden nicht beobachtet.