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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Expression der Kollagene I, II und III im juvenilen Angiofibrom

Meeting Abstract

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  • Monika Gramann - HNO-Klinik, Erlangen
  • Olaf Wendler - HNO-Klinik, Erlangen
  • corresponding author Bernhard Schick - HNO-Klinik, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod572

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod572.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Gramann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Wenngleich im juvenilen Angiofibrom als kollagenreichem Tumor erhöhte Gelatinaseaktivität nachgewiesen wurde, erfolgte bisher keine Analyse fibrillärer Kollagene. Wichtige fibrilläre Kollagene sind Kollagen I, II und III, wobei Kollagen II Bestandteil der Extrazellulärmatrix von Knorpel ist. Bei der unbekannten Genese des juvenilen Angiofibroms wurde u.a. ein Knorpelgewebsursprung postuliert.

Methoden: Mit quantitativer PCR, Westernblot und Immunhistologie wurde die Expression der Kollagene I, II und III im juvenilen Angiofibrom (N=14) und Nasenmuschelgewebe (N=8) bestimmt. Mittels ELISA wurde in Blutseren vor und nach Resektion des Angiofibroms (N=3) die Konzentration von Kollagen I gemessen.

Ergebnisse: Quantitative PCR-Untersuchungen zeigten im juvenilen Angiofibrom im Vergleich zum Nasenmuschelgewebe deutlich erhöhte mRNA-Level für Kollagen Iα1, Iα2 und IIIα1. Westernblot und immunhistologische Untersuchungen ergaben starke Expression von Kollagen I und III im juvenilen Angiofibrom. Eine Expression von Kollagen II konnte im juvenilen Angiofibrom weder auf RNA- noch auf Proteinebene in nennenswertem Umfang nachgewiesen werden. Im Vergleich von prä- und postoperativen Seren fanden sich keine wesentlichen Unterschiede in der Konzentration von Kollagen I bei 2 der 3 Patienten.

Schlussfolgerungen: Kollagen I und III sind wesentliche Bestandteile der Extrazellulärmatrix des juvenilen Angiofibroms. Kollagen I erscheint nach ersten Serumanalysen als Tumormarker des juvenilen Angiofibroms nicht geeignet. Die nur sehr geringe Expression von Kollagen II legt nahe, dass sich juvenile Angiofibrome nicht ausgehend von Knorpelgewebe der Schädelbasis entwickeln.