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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Präfabrikation tissue engineerter Knorpelkonstrukte im Mausmodell

Meeting Abstract

  • corresponding author Veronika Mandlik - Technische Universität München, München
  • The Hoang Nguyen - Klinikum München rechts der Isar, München
  • Hinrich Wiese - Polymaterials, Kaufbeuren
  • Rainer Staudenmaier - Klinikum München rechts der Isar, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod536

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod536.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Mandlik et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Erste Ansätze zur Verwendung tissue engineerter Knorpelkonstrukte scheiterten an mangelnder Persistenz der neuen Matrix und zeigten die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen auf. Im Fokus unserer Gruppe liegt der Ansatz der in vivo Präfabrikation tissue engineerter Konstrukte: Autonomisierung eines Gewebekomplexes durch Anbindung an einen definierten Gefäßstiel für den finalen Tranfer in das Defektareal. In einer früheren Arbeit über den Zeitrahmen der Neovaskularisation konnten wir zeigen, dass das Mausmodell Ergebnisse liefert, die sich mit denen aus Ratten- oder Kaninchenmodellen decken. Das Mausmodell stellt somit eine valide, kostengünstigere Alternative dar, die große Fallzahlen für grundlegende Fragestellungen erlaubt. In dieser Arbeit wurde die vaskuläre Integration mit Knorpel besiedelter 3D saffolds und daraus resultierende Persistenz der implantierten Knorpel-Verbände analysiert.

Methoden: Sphärische 3D PU-scaffolds wurden in vitro mit humanen, bzw. bovinen Chondrozyten besiedelt. Es folgte die Implantation der Leitschienen, mit axialer Gefäß-Anbindung (femoral), in immuninkompetente Mäuse (n=24), sowie Isolierung durch Silikonfolie. Explantation fand nach 1 und 6 Wochen statt; die Zellträger wurden histologisch aufgearbeitet (diverse Färbungen).

Ergebnis: Tissue engineerte, 3D Knorpelkonstrukte ließen sich mittels Lappenpräfabrikation in das Mausmodell einbringen. Die nach 1 Woche explantierten Leitschienen zeigten noch keine vaskuläre Integration. Implantate, die 6 Wochen in vivo lagen, konnten mit z.T. gleichmäßiger Knorpel-Konsistenz entnommen werden. Unterschiede ergaben sich hinsichtlich der Zellart: Kultivierter humaner Knorpel erwies sich als morphologisch weniger resistent und bedarf weiterer Untersuchungen.

Unterstützt durch: Bayerische Forschungsstiftung