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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Epithetische Versorgung von Defekten des Mittelgesichtsbereiches mit Verankerung an subperiostalen Gitter-Implantaten

Meeting Abstract

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  • corresponding author Christian Lunatschek - Fachklinik Hornheide, MKG/Plastische Operationen, Münster, Deutschland
  • Thomas Teltzrow - Fachklinik Hornheide, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie/Plastische Operationen, Münster
  • Volker Schwipper - Fachklinik Hornheide, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie/Plastische Operationen, Münster

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod534

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod534.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Lunatschek et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei Verlust der Nase und Defekten im zentralen Mittelgesicht stellt die implantatgetragene Epithetik eine funktionell und ästhetisch befriedigende Versorgungsmöglichkeit dar. Im zentralen Mittelgesicht ist die Verankerung mit zylinderförmigen Schraubenimplantaten mit hoher Verlustquote durch dünne Knochenstrukturen behaftet. Durch die Verwendung von Plattensystemen kann dieser bautechnische Nachteil umgangen werden, indem der Verankerungsort vom Verbindungselement getrennt wird.

Methoden: Bei 130 Patienten wurde im Zeitraum von 1997 bis 2007 das subperiostale Gitter-Implantat (Epitec-System) eingesetzt. In jährlichen Kontrolluntersuchungen wurde Zustand von Implantatsystem und Epithese systematisch mit einem Nachsorgebogen erfasst. Materialwechsel, Schraubenverluste, Neuinsertionen, Infektionen und Patientenzufriedenheit wurden registriert.

Ergebnisse: Die Verlustrate des beschriebenen Gitterimplantate liegt unter 5%. Schraubenverluste wurden in 8 Fällen beobachtet, Infektionen ließen sich stets lokal kontrollieren und führten nur 10 in Fällen zu einer chirurgischen Intervention. Temporäre Explantationen wurden in 6 Fällen rezidivbedingt durchgeführt.

Schlussfolgerungen: Das subperiostale Gitter-Implantat ist trotz geringer Insertionstiefe der Schrauben sehr zuverlässig und den zylinderförmigen Implantaten im Mittelgesichtsbereich überlegen.