gms | German Medical Science

79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Kopf-Hals-Karzinome entziehen sich der antitumoralen Immunabwehr durch Modifikation der Chemokinexpression

Meeting Abstract

  • corresponding author Thomas K. Hoffmann - HNO-Universitätsklinik, Düsseldorf
  • Anke van Lierop - HNO-Universitätsklinik, Düsseldorf
  • Andor Pivarcsi - Karolinska Institut, Stockholm, Schweden
  • Eniko Sonkoly - Karolinska Institut, Stockholm, Schweden
  • Henning Bier - HNO-Universitätsklinik der TU München, München
  • Jörg Schipper - HNO-Universitätsklinik, Düsseldorf
  • Bernhard Homey - Universitäts-Hautklinik, Düsseldorf

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod528

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod528.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Hoffmann et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Basaliome und kutane Plattenepithelkarzinome stellen im Kopf-Hals-Bereich nicht nur eine onkochirurgische sondern auch eine plastisch-rekonstruktive Herausforderung dar. Eine klinisch relevante Interaktion der Tumoren mit dem zellulären Immunsystem ergibt sich unter anderem aus der Tatsache, dass immunkompromitierte Patienten eine deutlich erhöhte Suszeptibilität aufweisen und dass oberflächliche Basaliome immunmodulatorisch (z.B. Imiquimod®) behandelt werden können. Das neue Keratinozyten-spezifische Chemokin CCL27 spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulation von Haut-assoziierten T-Zell-Immunantworten. Wir zeigen hier, dass die genannten Tumoren einer T-Zell vermittelten antitumoralen Immunantwort durch eine CCL27 Herunterregulation über die Aktivierung des EGFR-Ras-MAPK Signalmechanismus entkommen können. So zeigte sich im Vergleich zur gesunden Haut ein progressiver Verlust der CCL27 mRNA- und Proteinexpression in transformierten Keratinozyten einer aktinischen Keratose, von Basaliomen und schließlich kutanen Plattenepithelkarzinomen. Eine CCL27 Neutralisation führte im Mausmodell zu einer deutlich reduzierten Leukozytenrekruitierung und einem signifikant erhöhten Tumorwachstum.

Zusammenfassend beschreiben diese Ergebnisse einen neuartigen Mechanismus mit dem erklärt wird wie kutane Kopf-Hals-Karzinome der antitumoralen Immunantwort entkommen können.