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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Klinische und experimentelle Aspekte bei der Nutzung des regenerativen Potentials von Knorpelgeweben in der rekonstruktiven Kopf- und Halschirurgie

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod525

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod525.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Haisch.
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Gliederung

Text

Die autogene Knorpeltransplantation stellt ein wertvolles Verfahren in der plastisch-rekonstruktiven Kopf- und Halschirurgie dar. Basierend hierauf wurden Anstrengungen intensiviert, das regenerative Potential von Knorpel zu nutzen um ein nach den anatomischen Erfordernissen geformtes Knorpelgerüst verfügbar zu machen. Schnell wurde deutlich, dass den Biomaterialien hierbei eine entscheidende Rolle zukommt, insbesondere zur Gewährleistung einer stabilen Zellverteilung und zur makroskopischen Formgebung. Als nachteilig erwies sich, dass Biomaterialien immunologische Prozesse triggern, die die Knorpelreifung negativ beeinflussen. Im Tiermodell wurde deutlich, dass diese Eigenschaften insbesondere im subkutanen Kompartiment ausgeprägt sind. Im immundefizienten Nacktmausmodel war dies anfänglich nicht ersichtlich. Bereits nach einem Zeitraum von 12 Wochen lag eine dem nativen Knorpel entsprechende Morphologie vor. Die biomechanischen Parameter der in vitro präformierten Transplanate waren bereits nach einer 6-wöchigen in vivo Reifung mit denen von nativem Nasenseptumknorpel vergleichbar. Im immunkompetenten Tiermodel ließen sich diese Beobachtungen trotz strikter autogener Transplantation nicht reproduzieren, sondern resorptive Vorgänge am Transplantat beobachten. Hierauf wurden die Anstrengungen intensiviert, das noch unreife Transplantat durch Immunmodulatoren und semipermeable Biomembranen vor resorptiven Einflüssen zu schützen. Obwohl diese Ansätze gute Möglichkeiten bieten resorptive Einflüsse steuerbar zu machen, besteht nach wie vor die Notwendigkeit auf Biomaterialebene den Stimulus für eine immunologische Reaktion möglichst gering zu halten. Aktuelle Untersuchungen nutzen daher bioinerte bioresorbierbare Materialien oder vermeiden diese gänzlich.

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