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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Qualitätssicherung des Neugeborenenhörscreenings in Sachsen – Auswertung einer Pilotstudie zur Zeit- und Kostenanalyse

Meeting Abstract

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  • corresponding author Heidrun Müller - Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde/Plastische Operationen, Leipzig
  • Michael Fuchs - HNO-Klinik, Leipzig
  • Andreas Dietz - HNO-Klinik, Leipzig

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod500

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod500.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Müller et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In Sachsen wird im Rahmen eines Forschungsprojektes die Umsetzung des universellen NHS unter dem Aspekt untersucht, ein effizientes Tracking in den 3 Regierungsbezirken zu koordinieren.Im Vorfeld wurde eine Pilotstudie initiiert, die neben der Aufdeckung von Schwachstellen bei der Erhebubg, Erfassung und Weiterleitung der Daten Auskunft geben soll über Zeit- und Kostenaufwand sowohl für die screenenden Einrichtungen als auch für das Management des Trackings.

Methode: An 3 großen sächsischen Entbindungskliniken in den Regierungsbezirken Leipzig und Chemnitz wurden alle Neugeborenen im Zeitraum 10/06–2/07 erfasst. Ein Follow-up-Programm durch eine zentrale Patientenerfassung mittels gemeinsamer Screening-ID für Stoffwechsel- und Hörscreening über eine gemeinsame Screeningzentrale stellte sicher, dass im Rahmen einer 3-Stufigen Erfassung alle auffälligen Kinder einer adäquaten Diagnostik innerhalb der ersten 2–6 Monate zugeführt wurden.

Ergebnisse: Im Durchschnitt wurden beidseits auffällige Kinder im Alter von 3,1 Monaten diagnostiziert.Bezüglich der falschpositiv gescreenten Kinder zeigten sich deutliche regionale Unterschiede. Ähnliche Ergebnisse traten auch im Handling und Zeitaufwand der Erstuntersuchung zutage. Die sich ergebenden Kostenberechnungen wurden den jeweiligen Kliniksgrößen (Anzahl der Geburten/Jahr) angepasst.

Schlussfolgerungen: Die regionalen Unterschiede unterstreichen die Wichtigkeit einer regelmäßigen qualitätszertifizierten Schulung des Personals. Die Einbindung in das Kompetenznetz des Stoffwechselscreenings hat sich als sinnvoll erwiesen. Herausragender Vorteil ist die Nutzung bereits vorhandener Organisationsstrukturen.