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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Lebensqualität nach Tumorrezidiv-Chirurgie und Zweitbestrahlung bei Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich (GETTEC- und GORTEC-Gruppen)

Meeting Abstract

  • corresponding author Roland Giger - Service d'ORL et CCF/Spital Sion/RSV, Sion, Schweiz
  • Basile N. Landis - Universitätsspital Genf, Genf, Schweiz
  • Ernest Babin - Centre Hospitalier Universitaire, Caen, Frankreich
  • Francois Janot - Institut Gustave-Roussy, Villejuif, Frankreich
  • D. de Raucourt - Centre François Baclesse, Clermont Ferrand, Frankreich
  • Stéphane Temam - Institut Gustave-Roussy, Villejuif, Frankreich
  • Morbize Julieron - Institut Gustave-Roussy, Villejuif, Frankreich
  • Jean Bourhis - Institut Gustave-Roussy, Villejuif, Frankreich

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod483

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod483.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Giger et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Ziel der Studie war die Beurteilung der Langzeit-Lebensqualität (LQ) bei Plattenepithelkarzinom-Rezidiven, welche mit Rezidivchirurgie (RCh) und voller Zweit-bestrahlung mit simultaner Chemotherapie (Zweit-RTCT) behandelt wurden.

Studienbeschreibung: Retrospektive Auswertung (Patientendaten und EORTC LQ-Fragebögen QLQ-C30 resp. H&N35).

Methode: Von 1999 bis 2005 wurden 130 Patienten mit einem Karzinom-Rezidiv in eine prospektive, multizentrische und randomisierte Studie eingeschlossen, wo diese Patienten mit RCh behandelt und anschliessend entweder einer vollen Zweit-RTCT (Gruppe A) unterzogen oder nicht weiter therapiert (Gruppe B) wurden. Die Einschlusskriterien der Patienten waren wie folgt : Tumorrezidiv in einer früher mit mindestens 45 Gy bestrahlten Region; keine peripheren Metastasen; RCh mit makroskopisch tumorfreien Resektionsrändern; Möglichkeit zum Beginn der RTCT innerhalb von 6 Wochen nach RCh. Im Januar 2006 wurden total 29 tumorfreie Patienten identifiziert. Die Spättoxizität gemäss RTOG-Evaluierung wurde mit den Daten der LQ-Fragebögen verglichen.

Ergebnisse: Von den 23 Patienten (79%) welche die LQ-Fragebögen ausgefüllt hatten, waren 12 Patienten aus der Gruppe A und 11 Patienten aus der Gruppe B. Die mittlere Nachsorge betrug 34 resp. 47 Monate. Bezüglich der Lebensqualität zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen den 2 Gruppen und der Lebensqualität nach initialer Therapie gemäss den erfassten Literaturangaben. Patienten mit Spättoxizität gaben eine schlechtere „allgemeine LQ" an, als Patienten ohne diese Spätfolgen.

Schlussfolgerungen: Volle Zweit-RTCT nach RCh hat im Vergleich zur RCh ohne nachfolgende Therapiestrategie keine signifikanten Nachteile in Bezug auf die Langzeit-LQ.