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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Der Einfluss von Distraktoren im Identifikationstest bei Patienten mit Riechstörung

Meeting Abstract

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  • corresponding author Volker Gudziol - Universitäts-HNO-Klinik, Dresden
  • Thomas Zahnert - Universitäts-HNO-Klinik, Dresden
  • Thomas Hummel - Universitäts-HNO-Klinik, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod460

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod460.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Gudziol et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Die Beurteilung des Riechvermögens wird häufig über Tests zur Identifikation von Gerüchen durchgeführt. Ziel: In der Studie soll der Einfluss der Distraktoren in einem Geruchsidentifikationstest auf das Testergebnis bei Patienten mit Riechstörung untersucht werden. Die Hypothese war, dass eine stärkere Kontrastierung der Distraktoren zu einer höheren Identifikationsrate bei hyposmischen Patienten führt, während funktionell anosmische Patienten kaum Änderungen zeigen.

Patienten und Methodik: Bei 30 Patienten mit Riechstörung wurde mit Hilfe des “Sniffin' Sticks” Tests der SDI-Wert ermittelt. In einem zusätzlichen Identifikationstest wurden die Distraktoren gegenüber dem herkömmlichen Test stärker kontrastiert. Zufällig wurde festgelegt, ob der Patient zuerst den herkömmlichen oder den kontrastierten Test durchführte.

Ergebnisse: Entsprechend des SDI-Wertes wurden 18 Patienten als hyposmisch und 12 Patienten als funktionell anosmisch getestet. Hyposmische Patienten zeigten eine signifikant höhere Identifikationsrate als anosmische Patienten (p=0,001). Im Vergleich zum herkömmlichen Identifikationstest verbesserten sich die hyposmischen Patienten im kontrastierten Test um 3,2±3,1 Punkte (Durchschnitt ± Standardabweichung). Die anosmischen Patienten zeigten eine signifikant (p=0,009) geringe Änderung um 0,2±2,6 Punkte.

Schlussfolgerung: Durch die Wahl stärker kontrastierter Distraktoren gelingt eine bessere Unterscheidung zwischen hyposmischen und anosmischen Patienten.