gms | German Medical Science

79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Erste Ergebnisse der Evaluierung einer objektiven Geschmacksprüfung an einem neuartigen gustatorischen Stimulator

Meeting Abstract

  • corresponding author Christopher Bohr - HNO-Klinik der Universität Erlangen, Erlangen
  • Sebastian Schuh - HNO-Klinik der Universität Erlangen, Erlangen
  • Bernhard Schick - HNO-Klinik der Universität Erlangen, Erlangen
  • Heinrich Iro - HNO-Klinik der Universität Erlangen, Erlangen
  • Norbert Thürauf - Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik, Universität Erlangen, Erlangen
  • Johannes Kornhuber - Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik, Universität Erlangen, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod456

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod456.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Bohr et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: 1985 gelang es erstmals mit Hilfe gasförmiger Lösungen gustatorisch evozierte Potentiale zu dokumentieren. Hierbei waren den Probanden über einen kontinuierlich in die Mundhöhle geleiteten Luftstrom intermittierend Reize verschiedener gasförmiger Geschmackslösungen präsentiert worden. Allerdings war diese aufwendige und rein experimentelle Methode auf eine kleinere Anzahl von Geschmackstoffen beschränkt. Daher bestand die Notwendigkeit, eine breit anwendbare Methode für die klinische Anwendung zu entwickeln.

Material und Methoden: Ergebnis dieser Entwicklung ist das Gustometer GU 001.

Bei diesem Reizgerät dient Wasser als Hintergrund (wie der Control-Luftstrom bei einem Olfaktometer), das für die Dauer des Reizes durch eine schmeckende Lösung ersetzt wird. Die Flüssigkeiten werden mit niedrigem Druck zerstäubt und flächig auf die Zunge gebracht ohne gleichzeitige phasische mechanische/thermische Reizung. Die phasisch applizierten Geschmacksstoffe lösen Ereignis-korrelierte Potentiale im EEG aus. Im Rahmen der Evaluierung dieses Gustometers wurden insgesamt 40 Probanden mit jeweils vier Durchläufen untersucht. In dieser Studie sollen nun die Ergebnisse von 12 Probanden vorgestellt werden, die rein qualitativen Messungen unterzogen wurden.

Ergebnisse: Bei allen Probanden konnten unter Berücksichtigung gängiger Qualitätsstandards gustatorische evozierte Potentiale für die Geschmacksqualitäten sauer, süß, salzig und bitter reproduzierbar nachgewiesen werden.

Zusammenfassung: Mit dem Gustometer GU 001 lassen sich gustatorisch evozierte Potentiale eindeutig und artefaktfrei nachweisen. Durch den erfolgreichen Einsatz an Probanden erweist sich das Gerät als geeignet für den Einsatz im Rahmen erster klinischer Studien.