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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Thermographische Untersuchungen bei der Miniplattenosteosynthese am Mittelgesicht und im Unterkiefer – am Schädelpräparat und in der klinischen Routine

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jörg Ritzke - Universitäts-HNO-Klinik "Otto Körner", Rostock
  • Jan-Hendrik Lenz - Klinik u. Poliklinik f. Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Rostock
  • Ernst Langnau - Institut f. Antriebstechnik und Mechatronik, Rostock
  • Burkhard Kramp - Klinik u. Poliklinik f. HNO-Heilkunde, Kopf- u. Halschirurgie "Otto Körner", Rostock

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod445

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod445.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Ritzke et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Thermographie ist ein modernes Verfahren zur berührungslosen Messung von Temperaturen und Darstellung von Temperaturverteilungen auf Oberflächen. Die Miniplattenosteosynthese hat sich als Standard bei der Versorgung von Gesichtsschädelfrakturen etabliert.

Methoden: Mittels einer Infrarotkamera wurden die Temperaturen beim Bohren und Schrauben bei der Miniplattenosteosynthese im Mittelgesicht und am Unterkiefer gemessen, der Zeitpunkt der höchsten Temperaturentwicklung auf einem Infrarotbild festgehalten. Die Aufnahme von Bildern mit einer Fotokamera aus gleichem Blickwinkel diente der späteren Infizierung der abgebildeten Strukturen. Die Untersuchungen erfolgten im ersten Teil an anatomischen Schädelpräparaten und im zweiten Teil bei Operationen im Rahmen der Traumaversorgung an der HNO-Klinik und der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Rostock.

Ergebnisse: Am Präparat konnten ohne Kühlung Temperaturen von über 200°C ermittelt werden. Bei der Kühlung mit raumtemperierter physiologischer Kochsalzlösung kam es nur bei Unterbrechung des Kühlmittelflusses zu Temperaturen von über 50°C. Die Untersuchungen im operativen Alltag zeigten sehr selten einen Anstieg der Temperaturen über die Körpertemperatur hinaus. Eine Temperaturerhöhung beim Schrauben und beim Bohren konnte intra operationom nicht verzeichnet werden.

Schlussfolgerungen: Adäquate Kühlung ist zwingend erforderlich. Operative Systeme mit automatischer Kühlung während des Bohrens geben die meiste Sicherheit. Bei der Kühlung von Hand mit Spritze kann es aufgrund von Abstimmungs- und Kapazitätsproblemen zu Lücken in der Kühlwasserversorgung kommen. Eine thermische Schädigung des Gewebes ist dann nicht ausgeschlossen.

Unterstützt durch: Fa. Stryker Howmedica GmbH, Duisburg