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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Maligne Raumforderungen im Bereich der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen – Diagnostik und Therapieoptionen

Meeting Abstract

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  • corresponding author David Eberle - HNO-Klinik, Klinikum Augsburg, Augsburg
  • Andreas Klemens - HNO-Klinik, Klinikum Augsburg, Augsburg
  • Andreas Roesler - Klinik für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie, Klinikum Augsburg, Augsburg
  • Franz-Xaver Brunner - HNO-Klinik, Klinikum Augsburg, Augsburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod424

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod424.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Eberle et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Wenngleich Raumforderungen im Bereich der Nasenhaupt- und -nebenhöhlen epidemiologisch selten sind, können sich dahinter Tumoren verschiedenster Entitäten verbergen. Wegen meist unspezifischer Symptome erfolgt die Diagnosestellung oft in einem fortgeschrittenen Stadium, was Therapie und Prognose entscheidend beeinflusst.

Methoden: Durchgeführt wurde eine retrospektive Analyse bezüglich Diagnostik und Therapie bei Patienten mit malignen Nasenhaupt- und -nebenhöhlenneoplasien, die zwischen 2002 und 2007 im Klinikum Augsburg behandelt wurden. Das Kollektiv wurde bzgl. Tumorentität, Therapieansatz und 5-Jahresüberlebensrate ausgewertet.

Ergebnisse: Beschriebene Entitäten waren Ästhesioneuroblastome, Adenokarzinome, adenoidzystische Karzinome, Plattenepithelkarzinome und Metastasen anderer Primärtumoren. Die 5-Jahres-Überlebensrate korreliert mit der Kontrolle des Lokalbefundes. Sie lag je nach Entität zwischen 25% und 60%. Die Therapie bestand im Einzelnen in einer primär chirurgischen Resektion des Befundes und ggf. anschließender Radiochemotherapie.

Schlussfolgerungen: Die anatomische Nähe zu lebenswichtigen Strukturen limitiert sowohl die Wahl der chirurgischen Mittel als auch die der Strahlentherapie. Für ein gutes Langzeitergebnis sind zeitnahe Diagnosestellung mittels bildgebender Verfahren und Biopsien wesentlich.

Eine exakte Diagnosestellung und sichere chirurgische Resektion, ggf. mit adjuvanter Radiochemotherapie sowie eine engmaschige Nachsorge sind essentiell.