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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Orale und nasale Aspirin-Desaktivierung mittels täglicher, niedrig dosierter ASS-Gabe bei Samter-Trias

Meeting Abstract

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  • corresponding author Alexis Bremer - HNO, Universitätsklinik Münster, Münster
  • Thomas Schröder - HNO, Universitätsklinik Münster, Münster
  • Wolfgang Stoll - HNO, Universitätsklinik Münster, Münster
  • Claudia Rudack - HNO, Universitätsklinik Münster, Münster

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod419

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod419.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Bremer et al.
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Gliederung

Text

Die Aspirin-Desaktivierungstherapie hat sich als Therapie für Patienten mit Samter-Trias in den letzten Jahren zunehmend bewährt. Dennoch herrscht in der Literatur und im klinischen Alltag Uneinigkeit bezüglich Applikation und Effektivität der Dosierung.

Wir präsentieren unsere Erfahrungen mit einer täglichen Einmalgabe von ASS bei Patienten mit Samter-Trias. Hierzu wurden zwei Patientengruppen gebildet, welche nach Diagnostik eine orale oder nasale Desaktivierungstherapie erhielten. Die Gruppen wurden entweder mit 100 mg ASS per os (n=20) oder mit einer individuellen, kumulativen ASS-Dosierung topisch nasal (n=5) behandelt. Dokumentiert wurden klinische Befunde wie die Nasenendoskopie, der Krankheitsverlauf sowie ein Quality-of-Life-Fragebogen (RSBI = Rhinosinusitis-Behinderungs-Index). Unsere Ergebnisse zeigen eine Rezidivquote von unter 5%, die zu einer Nachoperation im ersten Jahr führte. Nach 6-monatiger nasaler Desaktivierung zeigte sich bei keinem der Patienten ein Rezidiv. Zusammenfassend zeigen unsere Ergebnisse einen klinischen Benefit hinsichtlich der Rezidivquote und seitens der Patienten eine hohe Akzeptanz der Therapie-Schemata.