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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Pathogenetische Aspekte der Altersschwerhörigkeit

Meeting Abstract

  • corresponding author Markus Pfister - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Manuela Baur - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Anke Tropitzsch - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Lut van Laer - Humangenetik, Antwerpen, Belgien
  • Erik Fransen - Humangenetik, Antwerpen, Belgien
  • Guy van Camp - Humangenetik, Antwerpen, Belgien
  • Consortium European, QRLT 2001-003311 - Antwerpen, Belgien

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod408

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod408.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Pfister et al.
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Gliederung

Text

Altersbedingte Schwerhörigkeit (ARHI) stellt ein komplexes und häufiges sensorisches Defizit dar, welches sowohl von genetischen Faktoren als auch von Umwelteinflüssen bestimmt wird. Bisher konnten die einzelnen Faktoren und deren jeweilige Interaktion nicht genau identifiziert werden, auch ist bisher keines der verantwortlichen Gene lokalisiert worden.

Daher wurden im Rahmen einer europäischen Forschungsinitiative in den letzten 4 Jahren mehr als 6000 Patienten rekrutiert und auf genetische Risikofaktoren und Umweltfaktoren analysiert. An der Universitäts-HNO-Klinik in Tübingen wurden alleine 700 Patienten rekrutiert.

Basierend auf genetischen Assoziationsstudien sowie Familienanalysen und deren Korrelation zu dem individuellen Hörstatus lassen sich nun erstmals einzelne genetische Risikofaktoren (bsp. GRHL2) als auch distinkte Risikofaktoren der Umwelt nachweisen.

Diese Kenntnisse erlauben in Zukunft eine effizientere Beratung von Patienten mit ARHI.

Unterstützt durch: EU Projekt ARHI QRLT 2001-003311