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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Der Einsatz des vollimplantierbaren Hörgerätes „Carina“ bei der Atresia auris congenita

Meeting Abstract

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  • corresponding author Ralf Siegert - Prosper-Hospital, Klinik für HNO-Heilkunde, Recklinghausen
  • Stefan Mattheis - Prosper-Hospital, Klinik für HNO-Heilkunde, Recklinghausen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod369

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod369.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Siegert et al.
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Gliederung

Text

Nachdem wir erstmals [1] über den Einsatz von vollimplantierbaren Hörgeräten bei Patienten mit Atresia auris congenita berichtet haben präsentieren wir einen Film, der die Behandlung eines entsprechenden Patienten von der Diagnostik über die Operation bis zur Aktivierung des Gerätes darstellt.

Es handelt sich um einen Jugendlichen mit Atresia auris congenita beidseits, der bisher mit konventionellen Knochenleitungshörgeräten versorgt war. Seine Innenohrfunktion ist regelrecht. Er hat den typischen Schallleitungsblock der Atresie. Im Felsenbein-CT stellt sich beidseits ein relativ gut pneumatisiertes Mastoid dar. Sein Felsenbein-Index [2] liegt beidseits über unserer Indikationsgrenze von 15/28.

Nach operativer Entfernung der Atresieplatte erfolgte die Ankopplung des Wandlers mit Hilfe einer speziellen Prothese an den Stapes. Die Einzelheiten der Operationstechnik werden dargestellt und erläutert.

Die Wundheilung verlief regelrecht.

Nach Aktivierung des Hörgerätes trat eine so ausgeprägte Verbesserung seines Hörvermögens ein, dass er auf seine konventionellen Knochenleitungshörgeräte verzichtete und keine externen Hörgeräteteile mehr benötigt.

Vollimplantierbare Hörgeräte stellen eine Alternative zum operativen Aufbau des Mittelohres dar, die insbesondere bei bestimmten Formen der Mittelohrfehlbildung eine zuverlässige Hörverbesserung ermöglichen.


Literatur

1.
Siegert R, Mattheis S, Kasic J. Fully implantable hearing aids in patients with congenital auricular atresia. Laryngoscope. 2007;117(2):336-40.
2.
Siegert R, Weerda H, Mayer T, Brückmann H. Hochauflösende Computertomographie fehlgebildeter Mittelohren. Laryngorhinootologie. 1996;75(4):187-94.