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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Messung der Funktion der Tuba eustachii in der Druckkammer

Meeting Abstract

  • corresponding author Masen Dirk Jumah - Hals-Nasen-Ohrenklinik der Charite Universitätsmedizin (CCM), Berlin
  • Miriam Schlachta - Hals-Nasen-Ohrenklinik der Charite Universitätsmedizin (CCM), Berlin
  • Andrey Pomorzev - Hals-Nasen-Ohrenklinik der Charite Universitätsmedizin (CCM), Berlin
  • Benedikt Sedlmaier - Hals-Nasen-Ohrenklinik der Charite Universitätsmedizin (CCM), Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod344

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod344.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Jumah et al.
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Gliederung

Text

Eine Störung der Mittelohrbelüftung kann zu Ohrdruck und Schmerzen führen. Bei anhaltenden Störungen kann es zur Trommelfellretraktion und chronischen Otitiden kommen. Die Bestimmung der Tubenfunktion mit üblichen klinischen Tests führt selten zu validen Ergebnissen. Die Diagnostik in der Druckkammer ermöglicht eine dynamische Beurteilung des Mittelohrdruckes unter physiologischen Bedingungen.

In unserer prospektiven Studie wurden Patienten mit Tubendysfunktionen mit einem Normalkollektiv verglichen. In einer Überdruckkammer erfolgten Messungen unter veränderlichem Umgebungsdruck, womit relative Unter- und Überdruckwerte in der Paukenhöhle erzeugt wurden. Die druckbedingte Dehnung des Trommelfells führte zur Änderung der Impedanz des Trommelfells, diese wurde gemessen und analysiert. Hierdurch konnte der Tubenverschlussdruck und der diesem entgegenwirkende Gewebsdruck im Nasenrachen ermittelt werden.

Tubengesunde konnten von Patienten mit Tubenschlussinsuffizienz und Tubenöffnungsstörung unterschieden werden. Es wurde gezeigt, dass es zwischen den Gruppen Unterschiede in der Anzahl der benötigten Druckausgleiche gab. Patienten mit Tubenöffnungsstörungen war es ab bestimmten Druckdifferenzen unmöglich, einen Druckausgleich zu praktizieren. Bei Patienten mit Tubenschlussinsuffizienz kam es unter Änderung des Umgebungsdrucks nur zu geringen Änderungen der Impedanz.

Die Bestimmung der Tubenfunktion durch Messung der Impedanz unter veränderlichem Umgebungsdruck stellt ein valides Messverfahren zur Identifizierung von Tubenfunktionsstörungen dar. Die erhobenen Befunde dienen als wichtige Grundlage zur Festlegung einer therapeutischen Strategie bei Tubenfunktionsstörungen und mit diesen assoziierten Mittelohrerkrankungen.