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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Neue Ansätze im Tissue Engineering einer Trachea

Meeting Abstract

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  • corresponding author Mark Weidenbecher - Department of Orthopedics, Cleveland, USA
  • Harvey Tucker - Department of Otolaryngology, Case Western Reserve University, Cleveland, USA
  • James Dennis - Department of Orthopedics, Case Western Reserve University, Cleveland, USA

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod323

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod323.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Weidenbecher et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die chirurgische Behandlung von langstreckigen Trachealstenosen stellt auch heute noch eine grosse Herausforderung dar. Eine tissue engineerte Trachea könnte in Zukunft eine Alternative zu den bislang verwendeten Behandlungsansätzen bieten. Im Kaninchenmodell untersuchten wir das Potential von scaffold-free, engineertem Knorpel zur Herstellung einer vaskularsisierten Neotrachea.

Methodik: Bei 7 New Zealand White Kaninchen wurden jeweils 2 autologe Neotracheen im Abdominalbereich implantiert. Aurikuläre Chondrozyten wurden zur Herstellung von „scaffold-free“ Knorpel verwendet. Dieser wurde zusammen mit einem Muskellappen, welcher dem M. externus abdominis entstammte, um ein 6 mm dickes Silikonrohr gewickelt. Bei 2 Kaninchen wurde außerdem ein Vollhauttransplantat eingebracht, um eine lumenseitige Epithelisierung zu erreichen. Die subkutan implantierten Neotracheen wurden nach 6, 10 und 16 Wochen entnommen und untersucht.

Ergebnisse: Alle 14 tissue engineerten Neotracheen waren vital, vaskularisiert und zeigten keinerlei Entzündungszeichen. Der scaffold-free Knorpel hatte einen Umbauprozess durchlaufen und ein stabiles tracheales Knorpelgerüst gebildet. Neotracheen, die nach 10 oder 16 Wochen entnommen wurden, zeigten deutlich bessere mechanische Eigeschaften als nach 6 Wochen.

Schlussfolgerung: Mithilfe von scaffold-free, engineertem Knorpel kann eine vaskularisierte Neotrachea mit exzellenter Stabilität hergestellt werden. Die Ergebnisse sind vielversprechend und ermutigen zur segmentalen Trachealrekonstruktion im Kaninchenmodell.

Unterstützt durch: National Institutes of Health (NIDCR; DE0153322), Deutsche Forschungsgemeinschaft