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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Eine ungewöhnlich große, nach extralaryngeal wachsende Retentionszyste der Taschenfalte – ein Fallbericht

Meeting Abstract

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  • corresponding author Olga Siegel - Helios Klinikum Wuppertal, Klinik für HNO-Heilkunde, Wuppertal
  • Adam Stanek - Helios Klinikum Wuppertal, Klinik für HNO-Heilkunde, Wuppertal
  • Robert Schatton - Helios Klinikum Wuppertal, Klinik für HNO-Heilkunde, Wuppertal
  • Hans-Georg Kempf - Helios Klinikum Wuppertal, Klinik für HNO-Heilkunde, Wuppertal

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod311

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod311.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Siegel et al.
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Gliederung

Text

Wir stellen den Fall einer 64-jährigen Patientin mit einer ungewöhnlicher, nach extralaryngeal wachsender Retentionszyste vor.

Die Patientin litt an einer seit Monaten langsam größer werdender, leicht dolenten Schwellung der rechten Halsseite. Aufgrund einer akuten Größenzunahme sowie des Auftretens eines Spontanschmerzes und zunehmend stridoröser Atmung, wurde die Patientin als Notfall unter dem Verdacht eines die Luftpassage einengenden Malignoms der oberen Atemwege eingewiesen. Laryngoskopisch fanden wir eine verlegende Schwellung des rechten Laryngopharynx und sonographisch eine große, hoch metastasensuspekte Raumforderung im Bereich der Halsgefäßscheide sowie des Laryngopharynx. Zur Sicherung der Luftpassage und genaueren Beurteilung des Situs erfolgte eine Tracheotomie sowie eine Panendoskopie mit Gewinnung von Biopsaten.

Die feingewebliche Untersuchung der Proben, bildgebende Diagnostik (MRT), eine erneute Endoskopie und schließlich eine operative Exploration wiederlegten die anfangs gestellte Verdachtsdiagnose und führten zur Diagnose einer ausgedehnten, nach extralaryngeal wachsenden, von der Taschenfalte ausgehenden Retentionszyste.

In unserer Kasuistik beschreiben wir die Anamnese der Patientin, gehen im Detail auf die diagnostischen und therapeutischen Schritte einschließlich der bildgebender Verfahren und der intraoperativen Photodokumentation ein und geben eine aktuelle Übersicht zur Entität laryngopharyngealer Retentionszysten.