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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Pseudarthrosen nach Larynxfrakturen – eine retrospekive Untersuchung

Meeting Abstract

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  • corresponding author David Fuchs - HNO - Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
  • Ingo Todt - HNO - Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
  • Arneborg Ernst - HNO - Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin
  • Rainer O. Seidl - HNO - Unfallkrankenhaus Berlin, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod283

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod283.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Fuchs et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Verletzungen des knorpeligen Larynxskeletts sind seltene Erkrankungen, die nur in einzelnen Fällen eine operative Versorgung benötigen. Pseudarthrosen in Folge dieser Verletzungen wurden bisher noch nicht beschrieben. In einer retrospektiven Untersuchung wurden die Daten von Patienten aufgearbeitet, die wegen einer Wundheilungsstörung nach einer Verletzung des Larynxskeletts behandelt wurden.

Methode: Retrospektive Erfassung und Auswertung von Patientendaten einer HNO-Klinik an einem Traumazentrum Level I (1997–2007), die wegen einer Wundheilungsstörung des knorpeligen Larynxskeletts untersucht und behandelt wurden.

Ergebnisse: Von 1997–2007 wurden 7 Patienten wegen einer Pseudarthrose des Larynxskeletts behandelt. In allen Fällen kam es zu einer hypertrophen Pseudarthrose an der Basis des Schildknorpelhorns. Ursache für die Verletzungen war in allen Fällen ein Bagatelltrauma im Rahmen eines Autounfalls. Leitsymptom für die Pseudarthrose war eine Odynophagie. Die Diagnose wurde nach der Palpation (Druckschmerz, atypische Beweglichkeit) durch eine Computertomographie gesichert. Es erfolgte in allen Fällen eine Resektion des Schildknorpelhorns, alle Patienten wurden nach dem Eingriff beschwerdefrei.

Schlussfolgerung: Pseudarthrosen des Larynxskeletts wurden bisher nicht beschrieben. Es fand sich in allen Fällen eine hypertrophe Pseudarthrosen, die durch eine vermehrte Beweglichkeit der Fraktur entsteht. Eine Stabilisierung der Fraktur erschien wenig sinnvoll, so dass das Schildknorpelhorn mit Erfolg ohne Folgen entfernt werden konnte. Bei Patienten mit einer Odynophagie sollte eine Pseudarthrose des Larynxskeletts ausgeschlossen werden.