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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Frühdiagnose beim Kehlkopfkarzinom

Meeting Abstract

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  • corresponding author Christoph Arens - Univ.-HNO-Klinik, Gießen
  • Hiltrud K. Glanz - Univ.-HNO-Klinik, Gießen
  • M. Kraft - Univ.-HNO-Klinik, Gießen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod271

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod271.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Arens et al.
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Gliederung

Text

Zur Verbesserung der Frühdiagnose (FD) des Kehlkopfkarzinoms (KK) wurden verschiedene bildgebende Verfahren entwickelt: Fluoreszenzendoskopie (FE), Kontaktendoskopie (KE), optische Kohärenztomographie (OCT), endoskopischer Hochfrequenzultraschall (EHU). Diese Techniken kommen im Rahmen der Mikrolaryngoskopie (MLS) zum Einsatz. Ziel dieser Arbeit ist es, die diagnostischen Möglichkeiten vorzustellen und ihre Wertigkeit in der FD des KK zu beschreiben.

Bei der FE [n=203] wurde die pathologisch veränderte Schleimhaut mittels blaugefiltertem Licht (380–460 nm) untersucht, um eine bessere optische Abgrenzung zu erlangen. Die KE [n=109] wurde nach Anfärbung der Schleimhaut mit Methylenblau (1%) durchgeführt. Bei der OCT [n=193] wird eine Lichtquelle mit einer zentralen Wellenlänge von 1300 nm verwendet, die eine räumliche Auflösung von etwa 15 μm und eine Eindringtiefe von 1–2 mm aufweist. Der EHU [n=92] wurde nach Fluten des Larynx mit 0,9% NaCl-Lösung mit Ultraschallkathetern mit der Frequenz 12,5 MHz vorgenommen. Die Ergebnisse der endoskopischen bildgebenden Verfahren wurden mit denen der pathohistologischen Untersuchung verglichen.

Bei der FE waren präkanzeröse und kanzeröse Veränderungen im Vergleich zur normalen Weißlichtdiagnostik deutlich besser demarkiert. Nach Anfärbung der Stimmlippen mit Methylenblau war es möglich, die oberen Epithelschichten endoskopisch zu untersuchen. Während der OCT und EHU konnte die vertikale Ausdehnung von laryngealen Dysplasien und Karzinomen beobachtet werden. Die Spezifität der OCT in der Diagnostik eines invasiven Wachstums lag sogar bei 93%.

Die beschriebenen Verfahren eignen sich mit ihren unterschiedlichen diagnostischen Möglichkeiten sehr gut zur Verbesserung der FD des KK.