gms | German Medical Science

79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Optisch induzierte Anregung der Cochlea

Meeting Abstract

  • corresponding author Gentiana Wenzel - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Lim H. Hubert - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Ole Massow - Laser Zentrum Hannover, Hannover
  • Uta Reich - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Wolfgang Ertmer - Institut für Quantenoptik Hannover, Hannover
  • Thomas Lenarz - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Günter Reuter - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod267

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod267.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Wenzel et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Mit Hörgeräten, sowie Cochlea-Implantat-Systemen, gelingt es aufgrund der unzureichenden Frequenzselektivität nur unvollständig die funktionellen Ausfälle der Cochlea zu kompensieren. Eine Alternative zu den mechanischen und elektrischen Stimulationsstartegien, ist die Aktivierung, des peripheren Hörorgans, mittels einer hohen Anzahl vom intracochleären optischen Faserbündel. Friedberger (2006) und Richter (2007) stimulierten die Cochlea optoakustisch mit Wellenlängen von 2,12 µm bzw. 813 nm. Eine optimale Wellenlänge und Puls-Intensität, sowie der genaue Stimulationsmechanismus, sind noch nicht geklärt. Somit, war Ziel unserer Experimente, die optisch induzierte Anregbarkeit der Cochlea, mittels NdYag Laser, zu überprüfen.

Methoden: Meerschweinchen wurden mit Ketamin und Xylazin narkotisiert. Die Hörschwelle wurde mittels FAEP präoperativ getestet. Nach Eröffnung der Bulla wurde ein Lichtleiter mit Durchmesser von 120 μm durch die Rundfester-Membran Richtung Basilarmembran positioniert. Durch diesen wurden Laserpulse (532nm, 10 ns) appliziert; die Reaktion auf den Stimulus wurde durch cochleäre Aktionspotentiale (CAP) abgeleitet.

Ergebnisse: CAP's konnten bei Stimulation mit 10 Pulsen/Sekunde und Pulsintensitäten von 3 bis 12 µJ wiederholbar evoziert und registriert werden. Die Amplitude der evozierten Signale stieg mit steigender Pulsintensität. Eine Sättigung konnte ab 12 µJ registriert werden.

Schlussfolgerungen: Durch diese Versuche zeigen wir, dass eine Aktivierung des Hörnerven durch NdYag Laser-Pulse möglich ist. Welche Wellenlängen und Energien die optimale Stimuationsstrategie für das Laser-Cochlea-Implantat bietet, ist Gegenstand unserer weiter geplanten Arbeiten.

Unterstützt durch: DFG, SFB/Transregio 37: "Mikro- und Nanosysteme in der Medizin – Rekonstruktion biologischer Funktionen", Teilprojekt A5