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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Objektive Hörschwellenschätzung in Menschen mit gepulsten DPOAE

Meeting Abstract

  • corresponding author Diana Turcanu - HNO-Klinik, Sektion Physiologische Akustik and Kommunikation, Tübingen
  • Ales Vetesnik - Technische Universität, Abteilung Nuklearchemie, Prag, Tschechische Republik
  • Ernst Dalhoff - HNO-Klinik, Sektion Physiologische Akustik and Kommunikation, Tübingen
  • Anthony W. Gummer - HNO-Klinik, Sektion Physiologische Akustik and Kommunikation, Tübingen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod265

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod265.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Turcanu et al.
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Gliederung

Text

Seit kurzem werden Wachstumsfunktionen von Distorsionsprodukt-otoakustischen Emissionen (DPOAE) zur objektiven Hörschwellenschätzung bei Menschen eingesetzt. DPOAE enthalten hauptsächlich Beiträge von zwei Entstehungsorten in der Cochlea: dem Abbildungsort des höheren Primärtones bei f2, sowie dem Abbildungsort des Distorsionsproduktes bei 2f1-f2. Es wird angenommen, dass der letztere Beitrag zu Beeinträchtigungen der Schätzmethode führt.

Wir haben ein Verfahren zur Beseitigung des Beitrags vom zweiten Entstehungsort bei normalhörenden Probanden im Zeitbereich untersucht. Hierbei wird der zweite Primärton gepulst angeboten. Es wurden DP-gramme in 20-Hz-Schritten in einem Frequenzbereich von f2 = 1,5-2,5 kHz gemessen. Die Anregungspegel wurden entsprechend der Pegelschere gewählt: L1 = 0,4L2 + 39 dB, mit L2 = 25-65 dB SPL.

Wir zeigen, dass die DPOAE-Amplitude innerhalb 8-9 ms nach Einsetzen des zweiten Primärtons annähernd den Beitrag vom f2-Platz erreicht, ohne nennenswert vom später einsetzenden Beitrag des 2f1-f2-Platzes beeinflusst zu werden. Zur Kontrolle haben wir das Verfahren der spektralen Glättung von konventionellen, kontinuierlich stimulierten DP-grammen, das aus der Literatur bekannt ist, eingesetzt.

Schließlich vergleichen wir die mittels Extrapolation von DPOAE-Wachstumsfunktionen geschätzten Schwellen für die gepulsten und die konventionellen, kontinuierlich stimulierten DPOAE. Dabei zeigt sich, dass die Standardabweichung der mit gepulsten DPOAE geschätzten Hörschwelle mit 6 dB anstelle von 12 dB wesentlich geringer ausfällt als bei der kontinuierlichen Stimulation, und die Anzahl der Schwellenschätzungen, die die Annahmekriterien verfehlen, nur noch 10% anstelle von 30% beträgt.

Unterstützt durch: Gefördert durch DFG Gu 194/8-1.