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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Ein hochauflösendes anatomisches Cochleamodell mit Open-Source Produkten für 64-bit Bildverarbeitung

Meeting Abstract

  • corresponding author Frank Patrick Schwarm - 4D Visualisierung, HNO Klinik, Med. Universität Innsbruck, Innsbruck, Austria
  • Andreas Pühringer - 4D Visualisierung, HNO Klinik, Med. Universität Innsbruck, Innsbruck, Austria
  • Georgi Diakov - 4D Visualisierung, HNO Klinik, Med. Universität Innsbruck, Innsbruck, Austria
  • Özgür Güler - 4D Visualisierung, HNO Klinik, Med. Universität Innsbruck, Innsbruck, Austria
  • Florian Kral - 4D Visualisierung, HNO Klinik, Med. Universität Innsbruck, Innsbruck, Austria
  • Wolfgang Freysinger - 4D Visualisierung, HNO Klinik, Med. Universität Innsbruck, Innsbruck, Austria

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod259

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod259.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Schwarm et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das menschlische Innenohr weist eine komplexe Anatomie auf. Durch histologische Darstellungsmethoden werden oftmals anatomische Strukturen zerstört.

Methoden: Eine menschliche explantierte und präparierte Cochlea wurde mit einem höchauflösenden Synchrotron Micro CT im HASYLAB at DESY am Deutschen Elektronen Synchrotron in Hamburg gescannt (isotrope räumliche Auflösung von 6 Mikrometern). Der hochauflösende Datensatz, bestehend aus 1024 Schichten, mit 2.3 MB pro Schicht, wurde in einer 64-bit Umgebung bearbeitet, da konventionelle Rechner diese Datenmengen nicht handhaben können. Hierzu verwendeten wir den 3D Slicer, ein Open Source Produkt der Harvard Medical School, welcher für 64-bit Bildbearbeitung unter Yellow Dog Linux 4.1 kompiliert wurde.

Ergebnisse: Der Datensatz wurde segmentiert und ein 3D Modell des menschlichen Innenohres konnte erstellt werden. Dieses enthält Strukturen auf zellulärem Niveau wie: Reissner Membran, Basilar Membran, Tektorial Membran, Nuel’scher Raum, Stria vascularis mit Ligamentum spirale, sowie Teile des Nervus cochlearis. Weiters können „kleine“ Struktuiren dargestellt werden, so etwa die äußeren und inneren Haarzellen. Die Modelle können vom Benutzer mit der Maus gedreht, gezoomt und verschoben werden; die CT-Bilder können zudem interaktiv dargestellt werden.

Schlussfolgerung: Der Innenohratlas macht diese komplexe anatomische Region zum ersten Mal für interaktive, stereoskopische Betrachtungsmöglichkeiten zugänglich. Die hohe Auflösung des Rohdatensatzes konnte in den gewonnenen Modellen erhalten werden und ermöglicht eine Erforschung des Innenohres auf zellulärer Ebene.