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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Untersuchungen zur zellulären Lokalisation der LOXL4-Expression in Kopf-Hals-Karzinomen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jan B. Weise - HNO-Klinik, Uni Kiel, Kiel
  • Petra Ambrosch - HNO-Klinik, Uni Kiel, Kiel
  • Tibor Görogh - HNO-Klinik, Uni Kiel, Kiel

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod207

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod207.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Weise et al.
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Gliederung

Text

LOXL4 ist wie andere Mitglieder der Lysyl-Oxidasen am Aufbau der Extrazellulärmatrix (EZM) beteiligt. Wir haben kürzlich gezeigt, dass LOXL4 auch in Kopf-Hals-Karzinome exprimiert wird. Ziel dieser Studie war es, die zelluläre Lokalisation zu bestimmen, um Rückschlüsse auf weitere Funktionen von LOXL4 zu ziehen.

Für die konfokale Laserscanning-Mikroskopie wurden pharyngeale HTB-43 Plattenepithelkarzinomzellen mit primärem polyklonalem Kaninchen-anti-LOXL4-Antikörper und mit Alexa Fluor 488-konjungiertem sekundärem Antikörper inkubiert sowie die Zellkerne mit DAPI gegengefärbt. Für die FACS-Analyse wurden die Zellen mit FIX&PERM-Reagenz A/B inkubiert und entweder in PBS oder im Permeabilisationsreagenz resuspendiert. Anschließend wurden die Zellen mit PBS, Kaninchenserum oder anti-LOXL4-Antikörper und mit FITC-konjugierten sekundären Antikörper inkubiert.

Die immunzytochemischen LOXL4-Färbungen zeigten ein punktuelles Muster innerhalb des Zytoplasmas sowie eine perinukleäre Anreicherung in vesikulären Strukturen, aber keine nukleäre Färbung. Das Verteilungsmuster spricht für eine LOXL4-Anreicherung am endomembranösen System der Zellen, wo Proteinsynthese und Vesikeltransport in Richtung zur Zelloberfläche stattfinden. Unsere Studie und die LOXL4-Expressionsergebnisse in Kopf-Hals-Karzinomen zeigen, dass LOXL4 an der Zellmembran und im Zytoplasma exprimiert wird, jedoch nicht im Zellkern. Somit scheint LOXL4 neben seiner Rolle bei der Quervernetzung und Aufrechterhaltung der EZM auch bei zellulären Interaktionen von Krebszellen als membranassoziiertes Peptid eine Funktion auszuüben.