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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Die Expression von epithelialen und mesenchymalen Markern sowie p16 in Primärtumor und Metastase bei HPV-positiven und -negativen Oropharynxkarzinomen

Meeting Abstract

  • corresponding author Markus Stenner - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Basima Yosef - Institut für Pathologie der Uniklinik Köln, Köln
  • Simon F. Preuss - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Hans P. Dienes - Institut für Pathologie der Uniklinik Köln, Köln
  • Margarete Odenthal - Institut für Pathologie der Uniklinik Köln, Köln
  • J. Peter Klussmann - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod196

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod196.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Stenner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Mechanismen der Tumorprogression und Metastasierung bei Plattenepithelkarzinomen des Oropharynx (OSCC) sind bislang wenig verstanden. Die Infektion mit high risk humanen Papillomaviren (HPV), insbesondere HPV-Typ 16 stellt einen Risikofaktor für die Entstehung von OSCC dar, und HPV-assoziierte OSCC bilden eine abzugrenzende Tumorentität. p16 ist in Primärtumoren HPV-pos. OSCC überexprimiert und als Marker für diese Tumoren geeignet. Daten von Metastasen liegen hierzu nicht vor. Ob sich die p16-Expresssion bei der Metastasierung verändert und ob generelle Zusammenhänge zwischen Metastasierungsmarkern und dem HPV-Status existieren, galt es zu prüfen.

Methoden: 48 Gewebepaare aus Primärtumor und Metastase wurden auf das Vorhandensein von HPV-DNA, p16, des Intermediärfilamentproteins Vimentin als mesenchymalen sowie des multifunktionellen Adhäsionsmoleküles ß-Catenin als epithelialen Marker untersucht.

Ergebnisse: Eine signifikante Korrelation von nukleärem ß-Catenin zum HPV-Status im Primärtumor wurde gefunden (p=0,03), und die Expression von Vimentin war bei Tumoren geringerer Differenzierung signifikant erhöht (p=0,02). Eine signifikante Korrelation der p16-Expression zum HPV-Status konnte sowohl für den Primärtumor (p=0,04) als auch für die Metastase (p=0,01) nachgewiesen werden.

Schlussfolgerungen: HPV-16 und sein Indikator p16 erscheinen hilfreich zur Primärtumorsuche bei Patienten mit Metastasen im Kopf-Hals-Bereich. Die Vimentin-Expression spricht für eine mesenchymale Aktivierung im Rahmen möglicher epithelialer Transformationsprozesse und könnte damit als prognostischer Marker einer Tumorprogression berücksichtigt werden. Die nukleäre ß-Catenin-Expression in HPV-pos. OSCC weist auf seine Funktion als Transkriptionsfaktor hin.