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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Analyse des protektiven Effektes von Curcumin auf die Schädigung des EGFR-Gens durch Tabakrauchkondensat in Oropharynxschleimhautzellen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Sabine Markmann - Klinik für HNO, LMU München, Großhadern, München
  • Dominique Böck - Klinik für HNO, LMU München, München
  • Sabina Zieger - Klinik für HNO, LMU München, München
  • Ulrich Harréus - Klinik für HNO, LMU München, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod180

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod180.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Markmann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In unterschiedlichen Studien konnten der Phytochemikalie Curcumin, einem aktiven Bestandteil des indischen Gewürzes Gelbwurz (Curcuma), antioxidative, antientzündliche sowie antitumoröse Effekte – u.a. auch für Kopf-Hals-Karzinome – zugeschrieben werden. Diese basieren auf einer Inhibierung des Transkriptionsfaktors NF-kappaB und reaktiver Oxidantien sowie der Induktion von Phase II-Enzymen. In der vorliegenden Versuchsreihe wurde der protektive Einfluss von Curcumin auf die Schädigung des EGFR(epidermal growth-factor-receptor)-Gens durch Tabakrauchkondensat in Schleimhautzellen des Oropharynx analysiert.

Methoden: Aus Oropharynxschleimhautbiopsien gesunder Spender (n=20), die im Rahmen von Tonsillektomien gewonnen wurden, wurden sog. Miniorgankulturen (MOK’s) angelegt. Diese wurden einmalig mit 1 mikroM Curcumin für 1h inkubiert und anschließend mit 0,7mg/ml Rauchkondensat geschädigt. Die enzymatische Auftrennung erfolgte mittels Comet Assay und die quantitative Messung der EGFR-Genschädigung mittels Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH). Gemessen wurden neben einer Negativkontrolle, die Ergebnisse der Genschädigung mittels Rauchkondensat alleine sowie nach Inkubation mit Curcumin und anschließender Rauchkondensatschädigung.

Ergebnisse: Die mit dem Wilcoxon-Test statistisch ermittelten Resultate zeigten eine signifikant verminderte EGFR-Genschädigung nach Inkubation mit Curcumin (p<0,001).

Schlussfolgerungen: Dies bestätigt den bereits nachgewiesenen, hoch protektiven Effekt von Curcumin gegenüber der Toxität von Tabakrauchkondensat auch auf Genomebene und unterstreicht damit die Bedeutung und das Potential der Phytochemikalie in der Chemoprävention von Kopf-Hals-Karzinomen.