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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Kutanes zentrofaziales Angiosarkom – ein seltenes Krankheitsbild (Fallbericht mit Literaturübersicht)

Meeting Abstract

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  • Michael K. W. Stolle - HNO, Univ.- Klinik Würzburg, Würzburg
  • Hans-Ullrich Völker - Pathologisches Institut, Univ. Würzburg, Würzburg
  • Rudolf Hagen - HNO, Univ.- Klinik Würzburg, Würzburg
  • corresponding author Matthias Scheich - HNO, Univ.- Klinik Würzburg, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod151

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod151.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Stolle et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Kutane Angiosarkome sind sehr seltene, mitunter schwierig zu diagnostizierende Hauttumoren mit sehr schlechter Prognose. Sie betreffen meist Männer in höherem Lebensalter und sind in ca 50% der Fälle in der Kopf-Hals-Region lokalisiert.

Kasuistik: Ein 76-jähriger Patient wurde uns aus einem peripheren Krankenhaus zuverlegt. Nach einem Sturz sei ein Hämatom der Stirn- und Augenpartie operativ ausgeräumt worden, ohne dass dies zu einer deutlichen Besserung des Befunds geführt habe. Laborchemisch fanden sich nur gering erhöhte Entzündungszeichen (CRP 1,3; Leukozyten 10,8). Initiale Therapieversuche mit Antibiose und Cortion blieben ohne Erfolg. Die entnommene Histologie und Immunhistochemie ergaben die seltene Diagnose eines Angiosarkoms des Gesichtes.

Verlauf: Aufgrund des ausgedehnten Befalles des Gesichts war eine suffiziente radikal-chirurgische Sanierung nicht möglich. Es erfolgte eine Chemotherapie mit liposomal verkapseltem Doxorubizin (Caelyx) im 14-tägigen Abstand. Hierunter kam es initial zu einem Rückgang der Schwellung. Im Verlauf kam es jedoch rezidivierend zu Blutungen aus dem Tumor und einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustande. 4 Monate nach Diagnosestellung verstarb der Patient.

Schlussfolgerungen: Diskutiert werden das klinische Erscheinungsbild, radiologische und histopathologische Diagnostik- und Therapieoptionen dieses seltenen aggressiven Gefäßtumors. Aufgrund seines initial oft unspezifischen Auftretens erfolgt die Diagnosestellung leider oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium.