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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

In vitro-Studie über BDNF-produzierende NIH-3T3-Fibroblasten auf CI-Elektrodenträgern

Meeting Abstract

  • Susanne Sasse - HNO-MHH, Hannover
  • Kirsten Wissel - HNO-MHH, Hannover
  • Andrea Hoffmann - HZI Braunschweig, Braunschweig
  • Gerhard Gross - HZI Braunschweig, Braunschweig
  • Athanasia Warnecke - HNO-MHH, Hannover
  • Thomas Lenarz - HNO-MHH, Hannover
  • corresponding author Timo Stöver - HNO-MHH, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod088

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod088.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Sasse et al.
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Gliederung

Text

Das Überleben von Spiralganglienzellen (SGC) ist Vorraussetzung für den optimalen Nutzen von Cochlea-Implantaten (CI). Um dieses zu gewährleisten, wurde in verschiedenen Studien der protektive Effekt von neurotrophen Faktoren wie dem Brain-Derived Neurotrophic Factor (BDNF) untersucht. So konnte ein biologischer Effekt von BDNF-produzierenden NIH-3T3-Fibroblasten auf das Überleben von Spiralganglienzellexplantaten in vitro nachgewiesen werden. In der vorliegenden Studie wurde in in vitro Versuchen die Besiedlung von Elektrodenträgern mit Zellen im Hinblick auf Zelldichte und Faktorfreisetzung untersucht.

Zur Erzielung einer optimalen Besiedlung von Elektrodenträgern mit BDNF-produzierenden NIH-3T3-Zellen wurden diese auf fixierten Elektrodenträgern in 48-well-Platten kultiviert. Überstände wurden nach 48 h, 72 h, 96 h genommen und mittels ELISA quantitativ die Expression von BDNF untersucht. Mikroskopisch wurde die prozentuale Wachstumsrate auf dem Elektrodenträger ermittelt.

Nach einer Kultivierungsdauer von 48 h waren die Elektrodenträger zu <50% und nach 72h zu >50% besiedelt. Auf einem Silikonträger mit einer Länge von 1 cm wurden 1,5x104 Zellen ermittelt, d.h. durchschnittlich siedelten sich 1,2x105 Zellen auf einer Fläche von 1 cm2 an. Bei einer Insertionslänge eines Implantats von 4 mm, steht uns demnach eine Zellzahl von 0,61x104 Zellen für eine Implantation zur Verfügung.

Die Ergebnisse belegen die effektive Freisetzung von Nervenwachstumsfaktoren durch transgene Fibroblasten sowie deren Nutzungspotential als Drug-Delivery-System. Im Hinblick auf einen biologischen Effekt auf Spiralganglienzellen in vivo werden in weiteren Versuchen die optimal bewachsenen Elektroden in Meerschweinchen getestet.

Unterstützt durch: DFG (SFB 599)