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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Lautheitsskalierung mit Hilfe eines modifizierten Würzburger Hörfelds bei bilateral versorgten CI-Trägern im Vergleich zu Normalhörenden und unilateralen CI-Trägern

Meeting Abstract

  • corresponding author Stefan Kaulitz - HNO Universitätsklinik Würzburg, Würzburg
  • Stefan Brill - HNO Universitätsklinik Würzburg, Würzburg
  • Therese Nägle - Praxis, Aschaffenburg
  • Alexander Möltner - HNO Universitätsklinik Würzburg, Würzburg
  • Joachim Müller - HNO Universitätsklinik Würzburg, Würzburg
  • Rudolf Hagen - HNO Universitätsklinik Würzburg, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod064

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod064.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Kaulitz et al.
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Gliederung

Text

Bei der Anpassung eines CI entscheidet der Patient über die Lautstärke mit der das CI ihm seine akustische Umwelt präsentiert. Mit Hilfe eines komplexen Lautheitsskalierungsversuchs sollten das Lautheitsempfinden und mögliche Kontexteffekte bei bilateral versorgten CI-Trägern untersucht werden.

In drei Hörkonditionen (bilateral, unilateral links/rechts) beurteilten bilaterale CI-Träger in je zwei Versuchsabschnitten jeweils ein Stimulustyp, der 169 mal in 13 unterschiedlichen Lautstärkepegeln mit festem zeitlichen Raster sequenziell dargeboten wurde. Der Sequenzaufbau stellte jeden Pegel jedem anderen möglichen Pegel als Vorgänger voran. In Tests mit Normalhörenden und unilateralen CI-Trägern wurden schmalbandige Stimuli signifikant leiser beurteilt als breitbandige, verschiedene schmal- und breitbandige Stimuli untereinander unterschieden sich in ihrer Beurteilung nicht. Bei zwei zu beurteilenden Stimulustypen (ein schmal- und ein breitbandiger) wurden von jedem der bilateralen CI-Träger 1014 Lautheitsurteile erhoben.

Bei unilateralen CI-Trägern und Normalhörenden resultierte jede Erhöhung des Pegels um 5dB in einer signifikanten Erhöhung des Lautheitsurteils. Es bestand eine positive Abhängigkeit des Urteils von Vorgängerpegel und Vorgängerurteil. Bei Sprachlautstärke (60-70dB) wurde gleiche Lautheit von unilateralen CI-Trägern im Vergleich zu Normalhörenden bei ca. 5dB höheren Pegeln empfunden. Es werden die Daten der bilateralen CI-Träger vorgestellt und in Bezug zu den Daten der Referenzgruppen gesetzt.

Anhand der Ergebnisse kann geklärt werden, inwieweit der Lautheitsunterschied in den Referenzgruppen durch den Unterschied zwischen monauralem (unilaterale CI-Träger) und binauralem (Normalhörende) Hören erklärbar ist.