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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Therapie der einseitigen Taubheit durch BAHA-Cross-Versorgung: Evaluation audiometrischer Daten und subjektiver Patientenzufriedenheit

Meeting Abstract

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  • Ariane Thelen - HNO-Klinik, Charite Campus Mitte, Berlin
  • corresponding author Sebastian Weikert - HNO-Klinik, Charite Campus Mitte, Berlin
  • Thomas Schrom - HNO-Klinik, Charite Campus Mitte, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod040

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod040.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Thelen et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Implantation von verankerten Knochenleitungshörgeräten (BAHA) bei ist eine effektive Methode zur Therapie der einseitigen Taubheit. In der vorliegenden Studie soll die Rolle der BAHA-Versorgung im Hinblick auf eine Verbesserung des Richtungshörens bei einseitiger Ertaubung untersucht werden und diese mit der subjektiven Patientenzufriedenheit im Alltag korreliert werden.

Material und Methoden: Von 17 Patienten, welche zwischen 2004 und 2007 mit einem BAHA versorgt wurden, konnten 9 Patienten mit unilateraler Taubheit identifiziert werden, welche in einer retrospektiven Studie audiologisch nachuntersucht wurden. Die subjektive Patientenzufriedenheit wurde in einer Befragung mittels Visueller Analogskala ( VAS), Single-Sided Deafness Questionnaire und dem Internationalen Inventar zur Evaluation von Hörgeräten (IIEH) erhoben.

Ergebnisse: Es zeigte sich eine statistisch signifikante Verbesserung des Sprachverständnisses im Störschall sowie eine signifikante Verbesserung des Richtungshörens bei allen 9 Patienten. Dazu korrelierten die hohe Patientenzufriedenheit und die positive Bewertung bezüglich einer Steigerung der Lebensqualität.

Schlussfolgerung: Bei einseitiger Taubheit ist die Versorgung des kontralateralen Ohres mit einem knochenverankertem Hörgerät eine sinnvolle therapeutische Option, welche zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität bei den betroffenen Patienten führt.