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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Die Begutachtung der beruflichen Lärmschwerhörigkeit: Können moderne Sprachtestverfahren den Freiburger Sprachtest zur Ermittlung des prozentualen Hörverlustes ersetzen?

Meeting Abstract

  • corresponding author Helga Sukowski - Medizinische Physik, Universität Oldenburg, Oldenburg
  • Thomas Brand - Medizinische Physik, Universität Oldenburg, Oldenburg
  • Kirsten Wagener - Hörzentrum Oldenburg, Oldenburg
  • Birger Kollmeier - Medizinische Physik, Universität Oldenburg, Oldenburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod039

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod039.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Sukowski et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Der Freiburger Sprachtest wurde 1953 von Hahlbrock entwickelt. Nach den Empfehlungen im Königsteiner Merkblatt (1996) wird dieser Test in der Begutachtung bei angezeigter Lärmschwerhörigkeit zur Ermittlung eines prozentualen Hörverlustes eingesetzt. Die Empfehlungen zur Ermittlung und Berechnung des sprachtestbasierten prozentualen Hörverlustes wurden zwar in den vergangenen Jahrzehnten einige Male modifiziert (Einsilber: nur Diskriminationsverlust, Gesamtwortverstehen, gewichtetes Gesamtwortverstehen). Mit dem Freiburger Sprachtest wurde das zugrunde liegende Testverfahren jedoch über die Jahre hinweg trotz vieler kritischer Einwände (z.B. ungleich schwierige Testlisten) beibehalten.

Methode: Der (verkürzte) Einsilber Reimtest nach von Wallenberg und Kollmeier (1989) und der Göttinger Satztest (Kollmeier & Wesselkamp, 1997) sind modernere Sprachtestverfahren mit evaluierten und gleichschwierigen Testlisten. Basierend auf der Frage, ob diese Verfahren für den Einsatz in der Begutachtung geeignet sind, wurden verschiedene Studien zum Vergleich des Freiburger Sprachtests mit den moderneren Verfahren durchgeführt. Bezogen auf die Einsilbertests wurden die mit beiden Verfahren ermittelten Sprachverständlichkeiten bei unterschiedlichen Präsentationspegeln miteinander verglichen. Außerdem wurde der Einfluss von Präsentationsform und Antwortformat auf die Ergebnisse systematisch untersucht.

Ergebnisse/Schlussfolgerung: Die bisherigen Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Einsatz der moderneren Verfahren in der Begutachtung bei Berücksichtigung von einfachen Modifikationen der Mess- und Auswertungsvorschriften möglich ist. In einem weiteren Schritt wird nun die Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Modifikationen im Begutachtungs-Alltag überprüft.

Unterstützt durch: Audiologie Initiative Niedersachsen