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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Objektive Darstellung der tinnitusbezogenen Aufmerksamkeit durch späte auditorisch evozierte Potenziale

Meeting Abstract

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  • corresponding author Wolfgang Delb - Univ.-HNO-Klinik, Homburg/Saar
  • Daniel Strauss - Hochschule für Technik und Wirtschaft, Saarbrücken
  • Roberto D'Amelio - Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Homburg/Saar
  • Marc Bloching - Universitäts-HNO-Klinik, Homburg/Saar

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod030

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod030.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Delb et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Nach derzeit aktuellen Modellen korreliert die tinnitubezogene subjektive`Belastung mit der Aufmerksamkeit auf das Tinnitussignal. Es ergeben sich auch Hinweise in der Literatur, dass diese Aufmerksamkeit mit der Synchronisation der Antwort auf externe akustsche Stimuli korreliert.

Methoden: In einer ersten Studie (Studie 1) bei 30 Tinnituspatienten registrierten wir Einzelsweeps der späten auditorisch evozierten Potenziale (SAEP) als Antwort auf 500 1000Hz- Tonebursts. In einer 2. Studie untersuchten wir die Veränderung der SAEP bei einer auf den Stimulus gerichteten und ebenfalls bei einer auf einen Distraktor gerichteten Aufmerksamkeit bei 10 normalhörenden Probanden.

Ergebnisse: Die Ergebnisse der Studie 1 zeigen erhebliche Unterschiede der SAEP in Abhängigkeit vom tinnitusbezogenen Belastungsgrad der Patienten. Auch die Synchronisation der Antworten auf den Reiz zeigte signifikante Unterschiede. In Studie 2 zeigten sich zwischen den Messbedingungen mit den Ergebnissen in Studie 1 vergleichbare Unterschiede.

Schlussfolgerung: Wie konnten zeigen, dass die beobachteten Unterschiede bei der Messung der SAEP zwischen hoch und niedrig belasteten Tinnituspatienten durch unterschiedliche Grade an Aufmerksamkeit auf den Tinnitus bedingt sind, was durch die verwendeten Parameter visualisiert werden kann. Die dargestellte Methode könnte in Neurofeedback-basierten Therapien des Tinitus Anwendung finden.