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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Untersuchungen der klinischen Effizienz eines semiautomatischen Diagnostiksystems für die Tumorchirurgie des Larynx und Pharynx

Meeting Abstract

  • corresponding author Stefan Müller - ICCAS (Innovation Center Computer Assisted Surgery), Leipzig
  • Gero Strauß - HNO Universitätsklinik, Leipzig
  • Bernhard Preim - Institut für Graphik und Visualisierung, Magdeburg
  • Andreas Dietz - HNO Universitätsklinik, Leipzig
  • Ilka Hertel - HNO Universitätsklinik, Leipzig
  • Christian Tietjen - Institut für Graphik und Visualisierung, Magdeburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod025

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod025.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Müller et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In dieser Studie soll eine Assistenzsoftware zur Diagnostik und Therapieplanung für die Tumorchirurgie des Halses auf klinische Praktikabilität und Nutzen für Therapieplanung, Strategiesicherheit und dem anatomischen Verständnis des Chirurgen untersucht werden.

Material/Methoden: Die Studie umfasst Datensätze von 20 Patienten mit Tumoren des Oro- und Hypopharynx in der Klassifikation cT2 - cT3 und cN1 - cN2c. Zunächst wurde die präoperative Planung nach dem bisherigen Goldstandard (inkl. planares CT ohne Softwarebearbeitung) durchgeführt und protokolliert. Zeitgleich wurde der Datensatz extern mit einer in einem gemeinsamen DFG-Projekt erarbeiteten Software (NeckSurgeryPlanner) bearbeitet. Danach wurde der aufbereitete Datensatz in die Planung einbezogen. Die diagnostischen Einschätzungen und Therapieentscheidungen wurden durch 3 erfahrene HNO-Chirurgen getroffen und miteinander verglichen.

Ergebnisse: Bei 7 von 17 Datensätzen (41%) zeigt sich ein Vorteil in der Qualität der Darstellung des Tumors gegenüber dem Goldstandard. In 4 Datensätzen (23%) konnten zusätzliche metastasenverdächtige zervikale Lymphknoten gefunden werden. In 3 Datensätzen (18%) ergab sich eine Änderung der chirurgischen Strategie. Die Studie wird bis 2008 voraussichtlich noch um 5 Patienten ergänzt.

Schlussfolgerungen: Die vorliegenden Daten zeigen, das eine computerassistierte Diagnose und Therapieplanung für die praktische HNO-Tumorchirurgie Vorteile bringen kann. Darauf aufbauend soll die gesamte Tumordokumentation eines Patienten in ein digitales Patientenmodell zusammengefasst werden.

Unterstützt durch: Deutsche Forschungsgesellschaft, DFG Schwerpunktprogramm 1124