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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Qualitätsmanagement durch Restrukturierung und Ablaufoptimierung eines interdisziplinären Zentral-OPs

Meeting Abstract

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  • corresponding author Frank Wallner - Universitäts-HNO-Klinik, Heidelberg
  • Markus Rücker - Univ.-Klinik/Kopfklinik, Heidelberg
  • Ralf Rink - Univ.-Klinik/Kopfklinik, Heidelberg
  • Peter K. Plinkert - Univ.-HNO-Klinik, Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod024

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod024.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Wallner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Nach Einführung der DRGs ist die operative Kapazität einer Klinik entscheidend für deren Effizienz geworden. In der HNO-Heilkunde ist durch die kurzen Eingriffszeiten und die häufigen Wechsel viel Potential zur Ablaufoptimierung gegeben. Durch fachübergreifende Koordinierung können zusätzliche Ressourcen freigesetzt werden.

Material und Methoden: Bei bereits bestehender OP-Koordinierung in einem Zentral-OP, der auch von Neurochirurgie, MKG-Chirurgie und Augenheilkunde genutzt wird, wurden folgende Maßnahmen sequentiell durchgeführt: Erhöhung des Anteils von Operateuren mit Facharztqualifikation, überlappende Narkoseeinleitung, fachübergreifende Nutzung von OP-Kapazität, variable, planbare Nutzung von OP-Ressourcen, Verlängerung der OP-Betriebsdauer, Einführen einer gemeinsamen Leitung der pflegerischen Berufsgruppen, fachübergreifende und KIS-integrierte OP-Planungssoftware. Als Qualitätsindikatoren kamen die Anzahl der Eingriffe, die effektive Saalauslastung, der erzielte Casemix u.a. zur Anwendung.

Ergebnisse: Im Verlauf der letzten drei Jahre stieg die Zahl der durchgeführten Eingriffe jährlich im Durchschnitt um 8%, obwohl der Anteil zeitlich ausgedehnter Operationen gleichzeitig zunahm. Der Casemix stieg proportional zur Erhöhung der OP-Kapazität um 5,5% pro Jahr.

Diskussion: Durch ein sowohl interdisziplinäres als auch berufsgruppenübergreifendes Qualitätsmanagement ist es möglich, die Effizienz des OP-Bereiches deutlich anzuheben und damit die Leistungsfähigkeit der gesamten Klinik zu steigern. Instrumente dazu sind fachübergreifende OP-Koordination sowie eine institutionalisierte als auch informelle Kooperation der Disziplinen und der Administration.