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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Modifikation der allergischen Soforttyp-Reaktion durch Acetylsalicylsäure

Meeting Abstract

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  • corresponding author Maximilian Traxdorf - HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Universität Erlangen, Erlangen
  • Carmen Kauzmann - HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Universität Erlangen, Erlangen
  • Ariane Loh - HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Universität Erlangen, Erlangen
  • Susanne Mayr - HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Universität Erlangen, Erlangen
  • Heinrich Iro - HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Universität Erlangen, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod022

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod022.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Traxdorf et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) führt zu einer Hemmung der Prostaglandin-Synthese, gleichzeitig kann es über die 5-Lipoygenase zu einer Zunahme von Leukotrienen kommen. Liegt bei dem Patienten eine ASS-Intoleranz vor, führt dies zu einer Symptomatik die klinisch ähnlich der Typ-I-Reaktion bei z.B. Pollinotikern imponiert. Unter diesem Hintergrund stellt sich die auch im klinischen Alltag häufig geäußerte Frage, ob die Einnahme von ASS die allergische Soforttyp-Reaktion z.B. auf saisonale Allergene modifiziert.

Methodik: 14 Probanden (Durchschnittsalter 23 Jahre) mit gesicherter Pollinosis und ohne ASS-Intoleranz wurden im beschwerdefreien Intervall einer nasalen Provokationstestung (NPT) gegen das klinisch relevante Allergen unterzogen (1. NPT). Bei der Re-Testung mit dem gleichen Allergen wurde 30 min vorher 500 mg ASS oral eingenommen (2. NPT).

Ergebnisse: Die Ergebnisse in der rhinomanometrischen Untersuchung zeigten eine nicht-signifikante aber konsistent höhere Reduktion des Flow im 2. NPT mit ASS-Gabe, während sich für die klinischen Symptome keine Unterschiede ergaben. Ebenfalls war die Konzentration des eosinophilen kationischen Proteins (ECP) sowohl im Serum als auch im Nasensekret im 2. NPT mit ASS-Gabe deutlicher angestiegen.

Schlussfolgerungen: Anhand der hier dargestellten Ergebnisse konnte der theoretisch postulierte antiinflammatorische Effekt der ASS-Gabe auf die provozierte Soforttyp-Reaktion nicht dargestellt werden. Diese Untersuchung stellt jedoch einen wichtigen Ansatz zur Untersuchung möglicher immunologischer Zusammenhänge von ASS-Intoleranz und klassischer allergischer Typ-I-Reaktion dar.