gms | German Medical Science

79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Sicherheit einer Rush-Immuntherapie im Vergleich zu einer konventionellen Aufdosierungsphase mit depigmentierten polymerisierten Allergenextrakten

Meeting Abstract

  • corresponding author Oliver Pfaar - Zentrum für Allergologie, HNO-Uni Mannheim, Wiesbaden, Deutschland
  • Randolph Brehler - Universitätsklinik für Dermatologie, Münster
  • Angelika Sager - LETI Pharma GmbH, Witten
  • Bettina Hauswald - Univ. HNO-Klinik, Dresden
  • Margitta Worm - Univ. Hautklinik der Charité, Berlin
  • Thomas Biber - Univ. HNO-Klinik, Bonn
  • Ludger Klimek - Zentrum für Allergologie, HNO-Uni Mannheim, Wiesbaden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod015

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod015.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Pfaar et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Ziel der prospektiven, kontrollierten, multizentrischen Studie war, eine Rush-Aufdosierungstherapie einer konventionellen Aufdosierung mit depigmentierten polymerisierten Allergenextrakten (Depigoid®) bezüglich der Sicherheit der Anwendung an Patienten mit allergischer Rhinitis mit oder ohne allergischem Asthma gegenüberzustellen.

303 Patienten mit klinisch-relevanter allergischer Sensibilisierung gegen Frühblüher-Pollen, Gräser/Roggen-Pollen oder Hausstaubmilbenallergene wurden eingeschlossen.

Für die initiale Aufdosierungstherapie wurden die Patienten im Verhältnis 2:1 randomisiert und erhielten entweder eine Rush-Aufdosierung (Gruppe I) oder eine Aufdosierung nach konventionellem Schema (Gruppe II).

In der Gruppe I wurde die Rush-Therapie von 91,8% der Patienten bis zum Erreichen der Höchstdosis ohne systemische Reaktionen oder die Notwendigkeit einer Dosisreduktion gut vertragen. In der Vergleichsgruppe war dies bei 90,7% der Fall. Auch in den Subgruppen fand sich kein signifikanter Unterschied.

Lokale Reaktionen zeigten sich bei 35,44 % in Gruppe I und 25,77% in Gruppe II, wobei dieser Unterschied nicht statistisch signifikant war (p>0,05).

Auch bezüglich des Auftretens von systemischen Reaktionen fand sich mit 5.83% in Gruppe I und 2,06% in Gruppe II kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Behandlungsgruppen.

Die Rush-Aufdosierungstherapie mit depigmentierten und mit Glutaraldehyd polymerisierten Allergenextrakten von Gräser-Pollen, Baum-Pollen und Hausstaubmilben hat sich in unserer Studie als sicher erwiesen.

Beide Therapieformen zeigten eine geringe Inzidenz von unerwünschten Ereignissen, weshalb wir das Rush-Schema mit diesen depigmentierten Allergoiden empfehlen möchten.