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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Chronische Rhinosinusitis (CRS): Bedeutung von CC-Chemokinen zur Differenzierung zwischen CRS mit/ohne Polyposis nasi

Meeting Abstract

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  • corresponding author Ulrike Förster - HNO, Campus Virchow-Klinikum, Charité, Berlin
  • Lars Morawietz - Pathologie, Charité, Berlin
  • Elke Luger - Deutsches Rheuma-Forschungszentrum, Berlin
  • Heidi Olze - HNO, Campus Virchow-Klinikum, Charité, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod004

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod004.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Förster et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Nach derzeitigem Kenntnisstand ist nicht geklärt, ob die akute Rhinosinusitis (ARS) notwendigerweise in eine chronische Rhinosinusitis (CRS) übergeht, die dann möglicherweise eine Polyposis nasi (NP) ausbildet, oder ob sich diese Entitäten der Erkrankung unabhängig voneinander entwickeln. Ziel der Studie war die Untersuchung des Proteingehaltes der CC-Chemokine Eotaxin-1 (CCL11), Eotaxin-2 (CCL24), Eotaxin-3 (CCL26), RANTES (CCL5), MCP-3 (CCL7) und MCP-4 (CCL13) von Patienten mit CRS mit NP/ohne NP sowie der Concha inferior von Kontrollpersonen gesunder Patienten.

Methoden: Nasennebenhöhlenbiospien von 19 Patienten mit CRS wurden untersucht (CRS mit NP n=8, CRS ohne NP n=11). Als Kontrollen dienten Proben aus der Concha inferior gesunder Patienten (n=8). Histologisch wurden Eosinophile gezählt. Nach Homogenisieren erfolgte mittels ELISA die Ermittlung des Proteingehaltes. Die gemessenen Werte wurden mit dem Mann-Whitney-Test analysiert, die Korrelation wurde mit dem Spearmanschen Korrelationskoeffizienten beurteilt (p<0,05).

Ergebnisse: Der Anteil Eosinophiler in der Gruppe der CRS mit NP gegenüber der CRS ohne NP war signifikant erhöht (p=0,008). Der Proteingehalt von Eotaxin-1 war signifikant erhöht. Im Vergleich der Patienten- und Kontrollgruppe zeigten sich hingegen signifikante Unterschiede für Eotaxin-1, -2, -3 und MCP-4 (p<0,05).

Schlussfolgerungen: Nach den vorliegenden Daten ist Eotaxin-1 möglicherweise als Parameter zur Unterscheidung der CRS mit bzw. ohne NP geeignet. Da hierbei die weiteren untersuchten Parameter keine Unterschiede zeigen, stellt sich die Frage nach der Heterogenität und/oder Kontinuum der Erkrankung.