gms | German Medical Science

79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Untersuchungen zur genotoxischen und zytotoxischen Wirkung von Nanopartikeln auf nasale Schleimhautzellen.

Meeting Abstract

  • corresponding author Wolfram Aust - Universitäts-HNO-Klinik des Saarlandes, Homburg
  • Marc Bloching - Universitäts-HNO-Klinik des Saarlandes, Homburg
  • Marc Müller - Institut für Arbeitsmedizin, Universität des Saarlandes, Homburg
  • Ramin Naim - Universitäts-HNO-Klinik Homburg, Homburg
  • Andreas Naumann - Universitäts-HNO-Klinik des Saarlandes, Homburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod003

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod003.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Aust et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Nanopartikel werden weltweit als Rohstoffe (in granulärer Form) in der Industrie eingesetzt. Da bislang keine rechtliche Regelung die Exposition gegenüber Nanopartikeln (NP) begrenzt und die technologischen Verfahren ständigen Veränderungen unterworfen sind, sind Expositionen gegenüber dem Menschen zu erwarten. Messdaten hierzu existieren noch nicht, Messkampagnen sind international angedacht. Das EU-Expertengremium SCENIHR (2005) betont, dass die konventionellen toxikologischen und ökotoxikologischen OECD-Prüfmethoden zur Partikelcharakterisierung nicht ausreichen und Modifikationen des Prüfdesign erforderlich sind. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat im August 2006 eine Forschungsstrategie zur Untersuchung der Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanopartikeln veröffentlicht. Neben der Entwicklung von Expositionsszenarien ist die toxikologische und ökotoxikologische Bewertung von Nanopartikeln und damit die Entwicklung einer Test- und Bewertungsstrategie Kernpunkt dieser Forschungsstrategie. In vitro-Methoden bieten dabei Möglichkeiten zur Untersuchung der Zytotoxizität und Genotoxizität.

Wir untersuchen die Akuttoxizität von Nanopartikeln auf nasale Schleimhautzellen des Menschen. Es werden nasale Schleimhautzellen, welche aus der unteren Nasenmuschel im Rahmen einer Konchotomie gewonnen werden, in einer Monolayer-Zellkultur vermehrt. Die Zellen werden dann mit Nanopartikeln inkubiert. Anschließend wird das zytotoxische bzw. genotoxische Potential mit Hilfe des MTT-Assay und des Comet-Assay untersucht.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden demonstriert.