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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Wer ist "schuld", wenn Schnarchen zum Problem wird?

Meeting Abstract

  • corresponding author Alfred Dreher - HNO-Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Martin Patscheider - HNO-Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Christine Klemens - HNO-Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Tobias Rader - HNO-Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Caroline Schultheiss - II. Medizinische Klinik der Technischen Universität, München
  • Jan Ricken - Neurologische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Michael Schmidt - IBE der Ludwig-Maximilians-Universität, München
  • Richard de la Chaux - HNO-Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod586

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod586.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Dreher et al.
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Gliederung

Text

In Abhängigkeit von Alter und Geschlecht schnarchen bis zu 60% der Bevölkerung. Unklar ist bisher, welchen Anteil die Geräuschempfindlichkeit des Partners im Vergleich zu den objektiven Parametern des Schnarchgeräusches daran hat, dass Schnarchen zum Problem wird.

Im Rahmen einer Polysomnographie wurden bei 10 Patienten aus dem mit einem DAT-Rekorder aufgezeichneten Schnarchen für den einzelnen Patienten typische, d.h. im Verlauf der Nacht immer wieder vorkommende Schnarchsignale mit kongruentem Frequenz/Energie-Muster ermittelt. Diese Schnarchmuster wurden 5 Hörern im Rahmen eines automatisierten Hörexperiments in zufälliger Reihenfolge jeweils dreimal vorgespielt. Die Lästigkeit der Schnarchgeräusche sollte von 0-100 bewertet werden. Die für die unterschiedlichen Bewertungen der Schnarchgeräusche ursächlichen Varianzkomponenten wurden bestimmt.

Die Lästigkeit der Schnarchgeräusche wurde im Mittel mit 68.4+/-18.4 bewertet. Dabei schwankte die mittlere Bewertung der Schnarchgeräusche in Abhängigkeit vom jeweiligen Werter zwischen 55+/-25 und 88+/-7. Während die Häufigkeit der Wiederholung keinen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung hatte, trug der Werter in etwa gleichem Maße wie das Schnarchgeräusch selbst zur Varianz der Bewertungen bei.

Neben der Art des Schnarchgeräusches, die ja alleinig einer eventuellen hno-ärztlichen Therapie zugänglich ist, scheint die Geräuschempfindlichkeit des Bettpartners entscheidend zur Lästigkeit von Schnarchgeräuschen beizutragen, wobei die in der Realität zu berücksichtigenden sozialen Faktoren (Intaktheit der Beziehung, Schlafqualität etc.) durch die Versuchsbedingungen noch nicht einmal erfasst sind.