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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Virtuelle Planungsmatrix für atraumatische schädelbasischirurgische Zugangswege

Meeting Abstract

  • corresponding author Petra Lohnstein - HNO-Klinik, Düsseldorf
  • Matthias Riechmann - Universität Karlsruhe, Karlsruhe
  • Thomas Klenzner - Universitäts-HNO-Klinik, Düsseldorf
  • Jörg Raczkowsky - Universität Karlsruhe, Karlsruhe
  • Heinz Wörn - Universität Karlsruhe, Karlsruhe
  • Jörg Schipper - Universitäts-HNO-Klinik, Düsseldorf

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod568

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod568.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Lohnstein et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In dem transdisziplinären Projekt werden mögliche endoskopische Zugangswege an der lateralen Schädelbasis untersucht, beispielhaft die Dekompression des Saccus endolymphaticus und die Tumorresektion am inneren Gehörgang. Motivation ist der Integritätserhalt der Körperoberfläche und die maximale Schonung funktionell wichtiger Strukturen in dem anatomisch komplexen Gebiet. Bei der konventionellen Osteotomietechnik ist im Gegensatz ein hoher Gewebeverlust sowie eine teilweise nicht zu umgehende Schädigung funktioneller Strukturen notwendig, um an die Zielstruktur zu gelangen.

Methode: Die anatomischen Strukturen werden anhand hochauflösender CT-Datensätze des Felsenbeines zunächst patientenindividuell manuell segmentiert und die als kritisch bewerteten Strukturen in ihrer Ausdehnung bestimmt.Virtuell und im maßstabsgerechten dreidimensionalen Modell können mögliche Bohrtrajektorien geplant und bezüglich der Gefährdung kritischer Strukturen und der Möglichkeit der kollisionsfreien Instrumentenführung bewertet werden.

Schlußfolgerung: Die Konfiguration der miniaturisierten Operationskanäle bildet die Voraussetzung für die Weiterentwicklung einer endoskopisch geführten minimal traumatisierenden Operationstechnik. Über die Auswertung einer möglichst großen Anzahl von segmentierten CT-Daten mit Vermessung der Proportionen natürlicher Landmarken zueinander und der darauf aufbauenden berechneten Operationstrajektorien wird eine virtuelle Datenbank zur Verfügung gestellt. Diese soll automatisch in die Operationsplanung einfließen und die Erstellung eines universellen und insbesondere automatischen bzw. semi-automatischen Segmentierungswerkzeuges für die schnelle und präzise Modellerstellung der lateralen Schädelbasis unterstützen.

Unterstützt durch: gefördert im DFG Schwerpunktprogramm 1124 „Robotik und Navigation“