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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Evaluation der photographischen Simulation des Operationsergebnisses zur präoperativen Aufklärung bei Septorhinoplastik

Meeting Abstract

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  • corresponding author Frank Wallner - Universitäts-HNO-Klinik, Heidelberg
  • Ralph Dollner - Zentrum für Rhinologie und Allergologie, Wiesbaden
  • Ingo Baumann - Univ.-HNO-Klinik, Heidelberg
  • Abel-Jan Tasman - Kantonsspital, St. Gallen, Schweiz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod521

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod521.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Wallner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In der plastischen Chirurgie besteht nicht nur die besondere Notwendigkeit zur Aufklärung über unerwünschte Ergebnisse, sondern auch zur Konsensfindung mit dem Patienten über die Operationsziele. Das Verwenden von Photos mit simuliertem Operationsergebnis (PSO) ist bei Septorhinoplastiken wegen der limitierten Prädiktabilität des Ergebnisses und aus medikolegalen Gründen kontrovers.

Methoden: Anhand einer gewichteten Liste der störenden Merkmale und von Standardphotos wurde das operative Vorgehen besprochen. Danach erfolgte die erste Evaluation. Dann wurde mit einer Bildbearbeitungssoftware die PSO erstellt. Das Vorgehen wurde anhand dieser PSO erneut mit den Patienten diskutiert und festgelegt. Abschließend erfolgte die zweite Evaluation. Eingesetzt wurde ein Fragebogen mit 8 Items. Die Zeit des Mehraufwandes wurde gemessen.

Ergebnisse: Der Zeitaufwand für die PSO betrug 4:20 min. 17,4% der Patienten haben eine PSO erwartet, 91,3% befürworteten ihren routinemäßigen Einsatz und 95,7% gaben sie als „hilfreich“ an. Die Fragen zur Entscheidungsfindung über das operative Procedere zeigten eine deutliche Verbesserung von 1. zu 2. Evaluation.

Schlussfolgerungen: Die PSO erfordert einen zusätzlichen Zeitaufwand, allerdings können auch Nicht-Experten gute Visualisierungen erstellen. Die PSO ist zur Konsensbildung über das operative Vorgehen und zur Verbesserung der Arzt-Patient-Kommunikation ein hoch eingeschätztes Instrument. Die meisten Patienten sprachen sich dafür aus, die Simulation in der Routine einzusetzen. Der Vermeidung von medikolegalen Problemen dient die explizite Aufklärung über die Virtualität der PSO und das Nicht-Aushändigen der PSO, vor allem aber die verbesserte Konsensbildung bezüglich der Operationsziele.