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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Aktivierte humane Thrombozyten als autologe Wachstumsfaktorquelle für humane costale Chondrozyten in Pelletkultur

Meeting Abstract

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  • corresponding author Daniel Skodacek - HNO-Klinik Regensburg, Regensburg
  • Sabine Ratzinger - Univ.HNO-Klinik, Regensburg
  • Jürgen Strutz - Univ.HNO-Klinik, Regensburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod512

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod512.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Skodacek et al.
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Gliederung

Text

Auf Grund seiner anabolen Wirkung ist fötales Kälberserum (FKS) klassischer Mediumzusatz für die Zellkultur humaner Gewebe. FKS ist jedoch u.a. mit der potentiellen Gefahr einer Infektionsübertragung behaftet. Humane Thrombozyten beinhalten in ihren intrazellulären Granula eine große Anzahl von Wachstumsfaktoren, die zum Teil anabole Wirkung auf isolierte Chondrozyten besitzen. In dieser Studie wurde daher die Wirkung aktivierter humaner Thrombozyten als Mediumzusatz zu einer Pelletkultur aus humanen costalen Chondrozyten untersucht.

Vier Gruppen von Pelletkulturen aus costalen Chondrozyten mit unterschiedlichen Mediumzusätzen wurden histologisch und biochemisch aufgearbeitet: 1. serumfreies Medium, 2. Medium mit 10% FKS, 3. Medium mit 10% humanem Plasma und 4. Medium mit 10% aktivierten humanen Thrombozyten. Mittels sequentieller Zentrifugation einer Vollblutprobe wurde humanes Plasma gewonnen. Thrombozyten eines handelsüblichen Thrombozytenkonzentrates wurden nach Aktivierung als Mediumzusatz verwendet. Nach vier Versuchszeitpunkten (0, 3, 7, 21 Tage in Kultur) folgte ein enzymatischer Verdau des Chondzytenpellets und die Quantifizierung von Glykosaminglykanen, Kollagen sowie der Gesamt-DNA. Immunhistologisch wurde das Vorliegen von knorpelspezifischem Kollagen II gezeigt.

Hinsichtlich der untersuchten Parameter stellt die Zugabe von aktivierten humanen Thrombozyten zum Medium einer Pelletkultur aus humanen costalen Chondrozyten eine Alternative zur Verwendung von FKS dar.

Damit wird ein nahezu vollständig autologes Kultursystem für die Knorpelregeneration ermöglicht, was etwa in Kombination mit der Verwendung eines langzeitstabilen autologen Fibringels die Generierung von humanen Knorpeltransplantaten für die klinische Anwendung denkbar werden lässt.