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78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2007, München

Sauerstoffmessung in humanem Knorpelgewebe

Meeting Abstract

  • corresponding author Christian Schurr - HNO-Klinik der Technischen Universität München am Klinikum rechts der Isar, München
  • Magdalene Wenzel - HNO-Klinik der Technischen Universität München am Klinikum rechts der Isar, München
  • Anne Hills - HNO-Klinik der Technischen Universität München am Klinikum rechts der Isar, München
  • Rainer Staudenmaier - HNO-Klinik der Technischen Universität München am Klinikum rechts der Isar, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 78. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.. München, 16.-20.05.2007. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod510

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2007/07hnod510.shtml

Veröffentlicht: 24. April 2007

© 2007 Schurr et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Nähr- und Sauerstoffversorgung der Zellen spielt eine zentrale Rolle im Tissue Engineering. Bei unzureichender Zufuhr ist die Entwicklung des Gewebes vermindert oder bleibt vollständig aus. Mittels Tissue Engineering erzeugte Knorpelkonstrukte zeigen deutliche Qualitätsunterschiede beim Vergleich der Zelldichten im Bereich der Oberfläche zum Zentrum des Konstruktes. In der vorliegenden Untersuchung wurden Sauerstoffpartialdrücke zunächst im Nativknorpel aus Ohrmuschel, Rippe und Septum ermittelt, mit dem Ziel die später im Knorpelkonstrukt gemessenen Partialdrücke einem Vergleich zu unterziehen und Sauerstoffgradienten innerhalb eines Konstruktes zu bestimmen.

Methode: Dazu wurden Glasfaser-Mikrosensoren der Fa. PreSens®, die über das Prinzip der Lumineszenzlöschung Sauerstoffkonzentrationen messen, im operativ gewonnenen Knorpelgewebe appliziert. Das Messgerät beleuchtet die Indikatorbeschichtung der nur 140 Mikrometer dünnen Sensoren. Die fluoreszierende optische Emission des Indikatorstoffes sinkt analog der Menge der vorhandenen Sauerstoffmoleküle ab. Diese Technik misst die Lumineszenzabklingzeit und ermöglicht eine zuverlässige und exakte Sauerstoffbestimmung.

Ergebnis: Erste Untersuchungsreihen wurden an nativen Knorpeln durchgeführt. Die intrakartilaginäre Sauerstoffkonzentration betrug zu Messbeginn 16,8% im Mittel und nach einer durchschnittlichen Messdauer von 23h im Mittel 3,1%.

Schlussfolgerung: Mit fiberoptischen Mikrosensoren können kontinuierliche und exakte Sauerstoffpartialdruck-messungen im Nativknorpel vorgenommen werden. Diese Technik soll künftig Sauerstoffkonzentrationsgradienten in Knorpelkonstrukten erfassen und eine Optimierung der in vitro Kulturbedingungen für das Tissue Engineering ermöglichen.